PerformanceProcess
60 Jahre Performancekunst in der Schweiz

Ausstellung 20. September 2017 – 28. Januar 2018

Live-Performances:

19. September 2017 - Vernissage - Massimo Furlan, Katja Schenker, Ioannis Mandafounis & Aoife McAtamney, Gianni Motti

13.-14.Oktober 2017 - San Keller

15. Oktober 2017 - Christoph Rütimann, Gregory Stauffer
18. November 2017 - Anne Rochat, Roman Signer
19. November 2017 - François Gremaud & Pierre Misfud
2. Dezember 2017 - Marius Schaffter & Jêrome Stünzi, Gisela Hochuli, Yan Duyvendak, Martina-Sofie Wildberger
19. Januar 2018 - Museumsnacht Basel
25. Januar 2018 - John M Armleder & Christian Marclay
26. Januar 2018 - Christian Marclay
 

Jean Tinguely, Study for an End of the World, N° 2, 1962  Filmstill aus “David Brinkley’s Journal”, NBC, 1962 © LIFE Magazine; Foto: Life Magazine

Jean Tinguely, Study for an End of the World, N° 2, 1962 Filmstill aus “David Brinkley’s Journal”, NBC, 1962 © LIFE Magazine; Foto: Life Magazine

„60 JAHRE PERFORMANCEKUNST IN DER SCHWEIZ“ beginnt mit den 1960er Jahren, in der Zeit als Jean Tinguely seine ersten selbst-zerstörenden Aktionen realisierte, und erkundet mehr als fünf Jahrzehnte performative Kunst. Als einer der ersten Wegbereiter in dieser Disziplin ersinnt Jean Tinguely Homage to New York (1960), eine monumentale, sich selbst zerstörende Installation im Garten des Museum of Modern Art, die ihn über Nacht auf die Bühne der internationalen Künstlerwelt katapultiert, oder auch Study for a End of the World No. 2 (1962), einer skulpturalen Assemblage, die sich in der Wüste Nevadas schlussendlich in Rauch auflöst. Neben Jean Tinguely verkörpern Künstler wie Daniel Spoerri, Urs Lüthi, Christoph Rütimann, Anna Winteler oder Tony Morgan die historische Seite der Ausstellung während die Arbeiten von Alexandra Bachzetsis, San Keller, Florence Jung oder Anne Rochat den neuesten, zeitgenössischen Aspekt repräsentieren. Anhand von Dokumenten, Fotografien, Videos, Zeichnungen, Objekten und natürlich mit Performances selbst wird das Schaffen von mehr als 40 Künstlern präsentiert. Jeden Monat werden Künstler die Ausstellung aktiv bespielen/ direkt beleben / erweitern und historische wie auch speziell für diesen Kontext konzipierte Werke öffentlich performen (siehe Kalender). Diese Erkundung der performativen Kunst kulminiert in einem zweitägigen, internationalen Symposium, das in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Basel (Januar 2018) organisiert wird.

Gastkuratoren sind Jean-Paul Felley und Olivier Keaser vom Centre culturel Suisse in Paris (CCS), in Zusammenarbeit mit Co-Kuratorin Séverine Fromaigeat des Museum Tinguely.

 

Auf der gemeinsamen Website finden Sie verschiedene Interviews und Kurzdialoge rund um das Thema Performance, geführt mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstler: www.performanceprocessbasel.ch

Künstlerliste: John M Armleder & Christian Marclay, Alexandra Bachzetsis, BMPT, Heidi Bucher, Miriam Cahn, Luciano Castelli, Yan Duyvendak, Massimo Furlan, François Gremaud & Pierre Misfud, Fabrice Gygi, Eric Hattan, Thomas Hirschhorn, Gisela Hochuli, Florence Jung, San Keller, La Ribot, Heinrich Lüber, Urs Lüthi, Urs Lüthi & David Weiss & Willy Spiller, Ioannis Mandafounis & Aoife McAtamney, Manon, Christian Marclay, Muda Mathis & Sus Zwick, Dieter Meier, Tony Morgan, Olivier Mosset & Cristina Da Silva, Gianni Motti, Neopost Foofwa, Guillaume Pilet, Peter Regli, Anne Rochat, Christoph Rütimann, Marius Schaffter & Jérôme Stünzi, Katja Schenker, Roman Signer, Daniel Spoerri, Gregory Stauffer, Jean Tinguely, Aldo Walker, Martina-Sofie Wildberger, Anna Winteler

Künstler in der Ausstellung

Jean Tinguely, Homage to New York, 1960; Foto: The New York Times / Fotograf unbekannt

Jean Tinguely, Study for an End of the World, N° 2, 1962/ Filmstill aus “David Brinkley’s Journal”, NBC, 1962/ © LIFE Magazine; Foto: Life Magazine

Dieter Meier, Gehen, 1970/ Datasound AG, Zürich, Switzerland/ © 2017 Courtesy Dieter Meier

Manon, Manon Presents Man, 1976/ Manon, Zürich, Schweiz/ © 2017 ProLitteris, Zürich

Luciano Castelli, The Bitch and her Dog, 1981/ Luciano Castelli, Zürich, Schweiz/ © 2017 ProLitteris, Zürich

Gianni Motti, The Big Illusion-Couteaux, 1994 (in collaboration with illusionist Mister RG)/ Galerie Perrotin, Paris, Frankreich/ © 2017 Courtesy Galerie Perrotin, Paris

Ioannis Mandafounis & Aoife McAtamney, One One One, 2015/ © Ioannis Mandafounis & Aoife McAtamney; Foto: Raymond Gruaz

Urs Lüthi, David Weiss & Willy Spiller, Sketches, portfolio, 1970  Fotografie Portfolio Urs Lüthi, David Weiss & Willy Spiller  © 2017 Courtesy of the artists

Urs Lüthi, David Weiss & Willy Spiller, Sketches, portfolio, 1970 Fotografie Portfolio Urs Lüthi, David Weiss & Willy Spiller © 2017 Courtesy of the artists

Im Rahmen einer umfassenden Kooperation wird in Basel die Vielfalt und Breite der Schweizer Performancekunst von 1960 bis in die Gegenwart gefeiert: Das Museum Tinguely, die Kaserne Basel und die Kunsthalle Basel nähern sich in Partnerschaft mit dem Centre culturel suisse Paris den unzähligen Aspekten des performativen Schaffens in der Schweiz an. Dies geschieht zum Beispiel durch den Blick zurück ins Jahr 1974, als Jean Tinguely das Basler Fasnachts-Comité in einem performativen Akt in die Luft sprengte, oder mit dem Blick auf die Gegenwart durch neue, von jungen bis etablierten Künstlerinnen und Künstlern entwickelte Werke.
 

Das Projekt dauert fünf Monate – vom 20.September 2017 bis zum 18.Februar 2018 – und baut auf die vielfältige Ausstellung und das Festival PerformanceProcess(2015) des Centre culturel suisse in Paris auf. In einer gemeinsamen Weiterentwicklung widmen sich die drei Basler Häuser der Thematik aus ihrer eigenen Perspektive:
 

60 JAHRE PERFORMANCEKUNST IN DER SCHWEIZ
Museum Tinguely
20. September 2017 – 28. Januar 2018
Eröffnung am 19. September 2017, 18.30 Uhr
 

CHOREOGRAFIEN DER PERFORMANCE
Kaserne Basel
26. September – 01. Oktober 2017
 

NEW SWISS PERFORMANCE NOW
Kunsthalle Basel
19. Januar 2018 – 18. Februar 2018
Eröffnung am 18. Januar 2018, 19 Uhr

Eine Kooperation des Museum Tinguely, der Kaserne Basel und der Kunsthalle Basel, in Partnerschaft mit dem Centre culturel suisse Paris
Unterstützt durch: Abteilung Kultur Basel-Stadt

Alexandra Bachzetsis & Julia Born, This Side Up, 2007  Videostill © 2017 Julia Born

Alexandra Bachzetsis & Julia Born, This Side Up, 2007 Videostill © 2017 Julia Born

Weitere Infos zur Kooperation: http://www.performanceprocessbasel.ch

Paris 2015: http://www.paris2015.pprocess.ch