PerformanceProcess
60 Jahre Performancekunst in der Schweiz

20. September 2017 – 28. Januar 2018

Performance-Kalender

Heinrich Lüber, Volute, 2015-2017  Installation und Performance © 2017 Simon Letellier / CCS

Heinrich Lüber, Volute, 2015-2017 Installation und Performance © 2017 Simon Letellier / CCS

Heinrich Lüber
Volute

19. September 2017–28. Januar 2017
Uhrzeit: wird vom Künstler regelmässig aktiviert und aufgeführt.

Mit Volute, das er für PerformanceProcess eigens konzipiert hat, möchte Lüber den Sprechakt in einer plastischen und räumlichen Geste festhalten. Dazu hat er sich von der komischen Figur des Harlekins inspirieren lassen: Langsam dreht er sich auf einem ellipsenförmigen Spiegel, zusammen mit einem Horn, das aus seinem Körper zu ragen scheint. Die Skulptur wird während der Ausstellung regelmässig vom Künstler aktiviert.

Neopost Foofwa (Jonathan O'Hear & Timothy O'Hear & Martin Rautenstrauch, in Kollaboration mit Foofwa d'Imobilité)
DAI (Dancing Artificial Intelligence), 2017

Ausstellungshalle im EG
Tägliche Performance: 11.30/12.30/13.30/14.30/15.30/16.30/17.30 Uhr

DAI ist ein von Jonathan O’Hear, Timothy O’Hear,
Martin Rautenstrauch entwickelter und auf der Philosophie von Foofwa d‘Imobilité beruhender Roboter mit künstlicher Intelligenz. DAI soll erlernen zu tanzen und schliesslich eine gewisse stylistische Autonomie entwickeln.
DAI wird durch die Stadt Genf, den Kanton Genf, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, die Fondation Nestlé pour l’Art, das Centre culturel suisse de Paris und die Fondation ImpactIA unterstützt.

Live-Performances im Dezember


Martina-Sofie Wildberger
Speak Up!
2. Dezember 2017

12–15 Uhr

Speak up! ist eine Performance mit drei Performern (Tobias Bienz, Denise Hasler, Julia Sewing) und der Künstlerin. Jeder Performer deklamiert Texte alltäglicher oder historischer Herkunft und bewegt sich dazu in einer aus Modulen zusammengesetzten Choreografie im Raum.

Marius Schaffter & Jêrome Stünzi
Constructionisme
2. Dezember 2017 15 Uhr


 

Schaffter und Stünzi machen vor, wie die Kontrolle über die soziale Gestaltung der gemeinsamen Realität zurückerobert werden kann.
In einer Vorbereitungsphase bauen sie vor Ort Studienobjekte. Während der Performance präsentiert und analysiert Schaffter diese neu entstandenen «Skulpturen». (auf Deutsch)

Gisela Hochuli
In Touch with M.O.
2. Dezember 2017 
15.45 Uhr

 

Mit In Touch with M.O. bezieht sich Gisela Hochuli auf die Arbeiten der Künstlerin Meret Oppenheim (M.O.), auf deren Ästhetik, aber auch auf deren Materialität und ihrer historischen und sozialen Dimensionen.

Yan Duyvendak, My Name is Neo (For Fifteen Minutes), 2009   Performance TCI, Paris, 2009 © 2017 Nicolas Spühler

Yan Duyvendak, My Name is Neo (For Fifteen Minutes), 2009 Performance TCI, Paris, 2009 © 2017 Nicolas Spühler

Yan Duyvendak
Keep it Fun for Yourself
Self Service

My Name is Neo

2. Dezember 2017 

16.30 Uhr

 

Keep it Fun for Yourself, 1995–2017
Duyvendak trägt a cappella Stücke vor, die sich der Kunst widmen und die Rolle des Künstlers
befragen.
Self-service, 2003
Eine Kamera auf einem Stativ ist auf das Foto eines Betongebäudes gerichtet, das Bild erscheint auf einem Monitor. In den Händen des Künstlers überträgt der bewegte Bildschirm schliesslich nicht mehr das Standbild sondern beginnt, neue Aspekte des Gebäudes wie eine Kamera aufzunehmen.
My Name Is Neo, 2001
Was bleibt, wenn die Leinwand wieder weiss wird, wenn Batman, James Bond oder Neo the One verschwunden sind? Ein Actionfilm – Matrix – stösst auf die Körperlichkeit eines Menschen.

San Keller, Nach der Kunst, 2014  Performance im Aargauer Kunsthaus, 2014 © 2017 San Keller / Foto: Roman Gaigg

San Keller, Nach der Kunst, 2014 Performance im Aargauer Kunsthaus, 2014 © 2017 San Keller / Foto: Roman Gaigg

Live-Performances im Januar


Museumsnacht Basel
PerformanceProcess-Spezialprogramm
19. Januar 2018

Mit Live-Performances von San Keller & Heinrich Lüber

18–2 Uhr

John M Armleder & Christian Marclay,  Simultaneous Duo Version, 2014  Performance in der ECAL (École Cantonale d'Art de Lausanne) © 2017 ProLitteris, Zürich / Foto: Catherine Ceresole

John M Armleder & Christian Marclay, Simultaneous Duo Version, 2014 Performance in der ECAL (École Cantonale d'Art de Lausanne) © 2017 ProLitteris, Zürich / Foto: Catherine Ceresole

John M Armleder & Christian Marclay

Simultaneous Duo Versions

25. Januar 2018 

19 Uhr

Armleder und Marclay haben 1985 in New York sowie 2006 in Philadelphia gemeinsam verschiedene Performances realisiert. Simultaneous Duo Versions wurde am 11. März 2014 an der ECAL, Lausanne auf Film entwickelt, durchgeführt und festgehalten. Sie eint ein Verständnis von Kunst, die sich — auf sehr ernsthafte Weise — überhaupt nicht ernst nimmt, die mit viel oder wenig arbeiten kann, immer mit — und mitten im — Leben arbeitet.

Symposium im Museum Tinguely und Kunsthalle Basel

26.–27. Januar 2018

 

Das Museum Tinguely und die Kunsthalle Basel laden in Partnerschaft mit dem Centre culturel suisse Paris am 26. und 27. Januar 2018 zu einem zweitägigen Symposium in ihre Räumlichkeiten ein. Bei diesem Zusammenkommen
von internationalen Kunsthistoriker_innen, Kunstschaffenden, Kurator_innen und anderen Praktizierenden werden theoretische, historische und praktische Aspekte von Performancekunst und deren Erbe diskutiert. Im Rahmen des Symposiums werden die Fragen, die sich während des Kooperationsprojektes Performance-
Process stellen, auf verschiedene Themen ausgeweitet: die Rolle des Archives und der Dokumentation von Live- Ereignissen, die Verbindung zeitgenössischer Praktiken mit ihren historischen Ursprüngen, die Art und Weise, wie verschiedene institutionelle Kontexte (Museen, Theater, Festivals, der öffentliche Raum) verschiedene Beziehungen zu performativem Schaffen gefördert haben, der Bezug der Performancekunst zur Tradition des Tanzes oder des Theaters, zum Kunstobjekt und zur Installation – und zu guter Letzt wird auch die Frage nach einer spezifischen Schweizer Geschichte der Performancekunst diskutiert.
Das detaillierte Programm wird unter www.performanceprocessbasel.ch veröffentlicht.

Christian Marclay

Mit einer neuen Performance

26. Januar 2018 
19 Uhr

 

Stattgefundene Live-Performances

Vernissage

am 19. September 2017 ab 18.30 Uhr
 

Live-Performances
Massimo Furlan, Blue Tired Heroes

Eine Gruppe älterer «Blue Tired Heroes» durchstreift das Museum in Superman-Kostümen.
Ioannis Mandafounis und Aoife McAtamney, One One One
One One One, entstanden im Mai 2015, ist das erste gemeinsame Projekt von Mandafounis und McAtamney. An einem öffentlichen Ort, im Freien oder Drinnen, laden zwei leere Stühle zum Verweilen ein. Sobald eine Person Platz nimmt, sucht einer der Tänzer den Blick des Sitzenden und tanzt solange der Blickkontakt aufrecht erhalten wird.
19.15 Uhr Katja Schenker, Forteresse
Forteresse ist zugleich Performance und Skulptur. Die Künstlerin baut zunächst eine mehreckige Struktur aus Ton. Für ihre Performance positioniert sie sich in der Mitte der Konstruktion und zerschneidet die Wände in einer körperlich sehr anstrengenden Geste mithilfe einer Schnur.
Forteresse wurde erstmals 2011 in Genf realisiert.
19.30-20.30 Gianni Motti, Real Time
Mottis Arbeit beruht auf dem Unterwarteten – immer getreu seiner Devise «zur richtigen Zeit am falschen Ort», lädt er sich dort ein, wo man ihn nicht erwartet. Für PerformanceProcess erwartet er die Besucherinnen und Besucher während der Vernissage um 19:30 Uhr im Park – alles kann passieren.

Massimo Furlan; Blue Tired Heroes, 2016  Performance © 2017 Massimo Furlan; Foto: Pierre Nydegger

Massimo Furlan; Blue Tired Heroes, 2016 Performance © 2017 Massimo Furlan; Foto: Pierre Nydegger

Live-Performances im Oktober


San Keller
Perform an Institution for 24 Hours
13.–14. Oktober 2017 
23-23 Uhr (24 Stunden)

 

Im Rahmen von Performance Process zeigt San Keller 6 Performances nochmals innerhalb von 24 Stunden. Die Retrospektive zeichnet die Beziehung des Künstlers zur Kunst-Institution und ihren Besuchern der letzten 18 Jahre in chronologischer Reihenfolge nach. Da wird geworben, getragen, kritisiert, verdaut, nach Unabhängigkeit gesucht und dies alles mit einem offenen Ende, welches Sie bestimmt nicht kalt lassen wird!

Nehmen Sie teil:
23-11 Uhr                        Schlafen Sie mit San Keller vor den Türen der Kunst, 1999
                                          (Portikus vor dem Museum Tinguely, draussen)
11-13 Uhr                        San Keller trägt Sie hoch zur Kunst, 2002
                                          (Eingangsbereich Museum Tinguely, EG - 2. OG)
13-14 Uhr                        Nothing is Perfect, 2005
                                          (Tour durch das Museum Tinguely)
14-16 Uhr                        Digestiv (Walk), 2009
                                          (Solitude Park)
16-18 Uhr                        Nach der Kunst, 2014
                                          (Galerie, 1. OG Museum Tinguely) 
18-23 Uhr                        Open End, 2017
                                          (vor dem Museum, draussen)

Melden Sie sich für die Teilnahme am Info-Desk und vergessen Sie ihren
Schlafsack nicht!

Gregory Stauffer
Dreams for the Dreamless 
15. Oktober 2017  
15 Uhr, Ausstellungshalle im EG

 

Die Performance entstand während eines Künstlerstipendiums in Finnland. Traum und Wachzustand sind die Schlüsselthemen dieser Arbeit, in der sich Lichter, Objekte, Gesten, Videos, Texte und Töne überlagern.

 

Christoph Rütimann 
Cactuscrackling: A Riverside Composition , 2015–2017    
15. Oktober 2017  
16.15 Uhr, in der Barca

Rütimann nutzt Kakteen auf ungewöhnliche Weise, indem er sie mithilfe von Aufnahmegeräten in Musikinstrumente verwandelt.

François Gremaud, 2b company,  Conférence de choses, 2014  Performance 2b company © 2017 Simon Letellier / CCS

François Gremaud, 2b company, Conférence de choses, 2014 Performance 2b company © 2017 Simon Letellier / CCS

Live-Performances im November


François Gremaud & Pierre Mifsud
Conférence de choses
14.–19. November 2017


Conférence de choses ist ein kollaborativer und enzyklopädischer Streifzug durch das Feld des zeitgenössischen Wissens. Das Drehbuch lässt auch Platz für Improvisationen, die auf den Kontext der Aufführung reagieren. (auf Französisch)

Dienstag, 14. November 2017 - 17.15 Uhr
Roche Turm

Mittwoch, 15. November 2017 - 17 Uhr
FHNW Mediathek

Donnerstag, 16. November 2017 - 18.30 Uhr
Kunsthalle Mulhouse

Freitag, 17. November 2017 - 12.30 Uhr
GGG Stadtbibliothek
 

Samstag, 18. November 2017 - 14 Uhr
Cartoonmuseum Basel

Sonntag, 19. November 2017 - 12–14 Uhr
Museum Tinguely

Anne Rochat & Laurent Bruttin
Mit der neuen Performance "Klingende Nacht"
18. November 2017 
13–18 Uhr


 

Für PerformanceProcess im Museum Tinguely entwickelt Anne Rochat eine neue Performance mit dem Musiker Laurent Bruttin, in der sie einen lange andauernden, veränderten Bewusstseinszustand erkundet.
 

Unterstützt wird das Projekt von Ville de Lausannem, Canton de Vaud & Pro Helvetia.

Roman Signer, Vers la flamme – Ein Konzert mit Störung, 2014  Videostill Roman und Aleksandra Signer, St. Gallen © 2017 Roman Signer

Roman Signer, Vers la flamme – Ein Konzert mit Störung, 2014 Videostill Roman und Aleksandra Signer, St. Gallen © 2017 Roman Signer

Roman Signer

Vorführung von Restenfilme mit 
Stefan Rusconi (Live-Piano)

18. November 2017 
16 Uhr

Vorführung von Restenfilme, 1975–1989 mit Stefan Rusconi (Live-Piano)
Restenfilme ist ein Zusammenschnitt der weggeschnittenen Szenen, Pannen und technischen Markierungen für die von Signer produzierten experimentellen Super-8-Filme.
Die Projektion dieser Montage wird durch Livemusik des Pianisten Stefan Rusconi begleitet.

Roman Signer
Mit einer neuen Performance
18. November 2017 
17.30 Uhr

 

Massimo Furlan; Morges, 2002  Video Numero23Prod., Lausanne © 2017 Pierre Nydegger

Massimo Furlan; Morges, 2002 Video Numero23Prod., Lausanne © 2017 Pierre Nydegger

Weitere Infos: http://www.performanceprocessbasel.ch


Kaserne Basel: http://www.kaserne-basel.ch


Kunsthalle Basel: http://www.kunsthallebasel.ch


Paris 2015: http://www.paris2015.pprocess.ch
 


Unterstützt durch: Abteilung Kultur Basel-Stadt