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Jean Tinguely


Suzuki (Hiroshima)

1963

Material/Technik: Eisen, Kinderfahrrad-Rad, Gummi, Eisenkelch, Beton, Elektromotor
Masse (HxBxT): 140 x 70 x 50 cm
Inventarnummer: 11191
Werkverzeichnis: Bischofberger 0304
Creditline: Museum Tinguely, Basel, Donation Niki de Saint Phalle

Im Februar 1963 trifft Jean Tinguely in Tokio ein. Hier bereitet er eine Ausstellung in der Minami-Gallery vor. Wie üblich schafft der Künstler seine Skulpturen speziell für eine Ausstellung direkt vor Ort, in Japan, mit dort gefundenen Materialien. So werden die verwendeten Teile zur Referenz an das Gastland. Tinguely sucht auf den Schrottplätzen Tokios nach Teilen, die er für seine Skulpturen verwenden kann und baut sie anschliessend in der Galerie. «J‘ai fait des Ikebanas stabilisés» schreibt er seinem Freund Pontus Hulten voller Begeisterung in einem Brief. Die neuen Skulpturen heissen «Casoar», «Zing-Zing», «Honda» und «Suzuki». Nach den «Balubas» und den wilden Skulpturen der letzten Jahre sind nun Maschinen entstanden, die sich ruhiger, gemässigter bewegen. Trotzdem scheint eine Eruption der Kraft und der Gewalt jederzeit möglich. In der Umsetzung der japanischen Einflüsse auf die in Tokio entstandenen Werke wird der «Homo Ludens» Tinguely manifest, er spielt mit und zwischen den Kulturen, und verknüpft sie mit Hilfe von Maschine und Technik. Zur Ausstellung in Tokio entsteht ein Katalog, dem eine Schallplatte beigelegt ist. Darauf zu hören ist das Stück «Tinguely-Sound», eine Komposition des japanischen Avantgarde-Musikers Toshi Ichiyanagi.