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Jean Tinguely


Luminator

1991

Material/Technik: Kranträger, Lafette, Holzräder, Eisenschrott, Schweizerfahne, Glühbirnen, Elektromotoren
Masse (HxBxT): ca. 700 x 800 x 1700 cm
Inventarnummer: 11394
Werkverzeichnis: Bischofberger 1020
Creditline: Museum Tinguely, Basel, Schenkung UBS

Der Luminator entsteht 1991 als Lampen-Skulptur für die Messehalle, in der der Galerist Klaus Littmann während der ART Basel seinen Kulturgüterwagen oder Kunstzug präsentiert. Für den Kunstzug haben 6 Künstler — Jean Tinguely, Bernhard Luginbühl, Ben Vautier, Daniel Spoerri, Eva Aeppli und Milena Palakarkina — Güterwagen mit ihren Kunstwerken in Kulturgüterwagen umgewandelt. Jean Tinguely schaft den Luminator als Lampe für die düstere Messehalle. In kurzer Zeit entsteht die Skulptur. Der Luminator ist mit seinen weit ausgreifenden Armen, die an die Gestalt von Insekten oder Käfern mahnen, mit seinen farbigen Rädern und den vielen (635) Lämpchen ein Werk, das im Oeuvre Tinguelys einen Neuanfang markiert. Am 30. August 1991 stirbt Jean Tingely im Alter von 66 Jahren. Bereits vorher ist der Wunsch entstanden, den Luminator im Bahnhof zu platzieren. Der damalige Bankverein (heute UBS) kauft das Werk an und stellt es dem Bahnhof zur Verfügung. Dort ist es während der Jahre 1991 bis 1998 in der Schalterhalle installiert. Die gigantische Lichtquelle ist bei Bahnreisenden und Kunstfreunden als ein «Auftakt» zur Kultur- und Museumsstadt Basel bekannt und beliebt. Gerade der verspielt-kontemplative Charakter des Werks galt immer als willkommenes Gegengewicht zur hektischen Betriebsamkeit des Bahnhofs. Mit dem beginnenden Umbau des Bahnhofs 1999 muss das Werk abgebaut werden. Nach einem Zwischenspiel im Bahnhof Leipzig, wo der Luminator von 1999 bis Ende 2000 aufgestellt ist, kommt er 2003 ins Museum Tinguely. 2005 schenkt UBS Tinguelys letztes grosses Werk dem Museum Tinguely.