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Jean Tinguely


Spirale (Rörelse)

1965

Material/Technik: Eisen, Holz, Elektromotor, alles schwarz bemalt
Masse (HxBxT): 174 x 80 x 70 cm
Inventarnummer: 11196
Werkverzeichnis: Bischofberger 0360
Creditline: Museum Tinguely, Basel

Mitte der sechziger Jahre zeichnet sich im Werk von Jean Tinguely eine deutliche Veränderung ab. Die Formen seiner neuen Skulpturen werden klarer und kompakter. Anstelle der chaotisch anzusehenden Assemblage entstehen für die Ausstellung im März 1963 in der Dwan Gallery in Los Angels nun Werke, die mit mattschwarzer Farbe einheitlich gestrichen sind. Es sind zwar immer noch «objets trouvés» und Alteisen, mit denen Tinguely arbeitet, doch die einheitliche schwarze Farbe lässt ihre Herkunft vom Schrottplatz und die unterschiedliche Materialbeschaffenheit in den Hintergrund treten. Durch das elegant anmutende Schwarz erhalten die Werke von Tinguely eine formale Einheit und auch die Bewegungen seiner Skulpturen werden klarer und kontrollierter. Der Künstler äusserte sich dazu in einem Interview mit Alain Jouffroy 1966: «Die schwarze Farbe garantiert die formale Homogenität der Maschine. Es ist eine Rückkehr zur Skulptur - ich meine - zur fast konventionellen Skulptur...in ihrem physischen Aspekt. Selbstverständlich, die Bewegung, die sie immer wieder neu kreiert bleibt ein Phänomen, das nicht so klassisch ist wie die Skulptur...» Aus klar umrissenen schwarzen Kreisen und Spiralen entstehen in der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre Maschinenskulpturen, deren Silhouetten sich durch die Geschwindigkeit vor weissem Hintergrund in virtuelle effektvolle Volumina auflösen. Die visuelle Irritation und der Reiz derselben wird bei Werken wie «Spirale (Rörelse)» oder «Santana» vom Künstler mit eingeplant.