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Eröffnungsausstellung Museum Jean Tinguely Basel:
Retrospektive Jean Tinguely

1. Oktober 1996

Das Museum Jean Tinguely

Die Stadt Basel besitzt seit 1996 ein Museum, das dem Lebenswerk des Schweizer Eisenplastikers Jean Tinguely gewidmet ist. Kern der Sammlung bilden über siebzig Maschinenskulpturen sowie Zeichnungen, welche einen Ueberblick über das Schaffen des 1991 verstorbenen Künstlers vermitteln. Erbaut wurde das Museum vom international bekannten Tessiner Architekten Mario Botta.

Das Museum Jean Tinguely in Basel präsentiert eine umfangreiche Sammlung des Schaffens von Jean Tinguely, beginnend mit Werken aus den 50er Jahren wie etwa seinen Reliefs und Zeichenmaschinen. Weiter sind verschiedenste meta-mechanische Werke und Maschinenskulpturen zu sehen, darunter die Auto-Skulptur Klamauk. Aus seinem Spätwerk stammen der Zyklus Mengele-Totentanz und die grossen, klingenden Meta-Harmonien. Abgerundet wird die Ausstellung mit Zeichnungen und Dokumentationen über Aktionen des Schweizer Künstlers in Europa und den USA.

Das Museum wurde vom Architekten Mario Botta eigens für das Werk von Jean Tinguely konzipiert und erbaut. Es setzt einen markanten architektonischen Akzent am Basler Rheinufer. Augenfälligster Teil des roten Sandsteingebäudes ist die „Barca“, eine kühne Stahlkonstruktion, die über den Bau hinausragt und ins Museum führt. Nach einer Reihe kleinerer Hallen und Säle von unterschiedlichsten Lichtintensitäten und Stimmungen gelangt der Besucher in die zentrale Haupthalle des Gebäudes, in der die grössten Skulpturen ihren Platz gefunden haben.

Ermöglicht wurde das Museum durch eine grosszügige Gabe von Niki de Saint Phalle, die der Sammlung über fünfzig Maschinen-Skulpturen aus dem Nachlass geschenkt hat. Die Sammlung wird mit einer Reihe weiterer Werke aus dem Besitz der Firma F. Hoffmann-La Roche vervollständigt. Zu erwähnen sind schliesslich auch Donationen einzelner grosszügiger Spender. Aus Anlass ihres 100-Jahr-Jubiläums hat F. Hoffmann-La Roche der Stadt Basel das Museum als neuen kulturellen Anziehungspunkt geschenkt.

Das Museum widmet sich dem Leben und Werk Jean Tinguelys und besitzt nebst seiner Sammlung wichtige Leihgaben. Das Museum führt regelmässig Sonderausstellungen durch, welche Künstler aus der Umgebung von Jean Tinguely präsentieren. Tinguely arbeitete ja häufig mit seiner Frau, Niki de Saint Phalle, und mit Künstlerfreunden wie Yves Klein und Bernhard Luginbühl zusammen. Ausser der Museumsarbeit ist das Haus wissenschaftlich tätig und dient als kompetenter Sachwalter und Ansprechpartner. Das Haus besitzt auch eine eigene Werkstatt für die Restaurierung und Instandhaltung der Werke.

Mit dem Museum Jean Tinguely hat das Werk Jean Tinguelys nicht nur einen permanenten Ausstellungsort erhalten, sondern eine Heimat.

Museum Jean Tinguely
Grenzacherstrasse/ Solitudepark, 4002 Basel
Oeffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 11.00 bis 19.00 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen