Third-party cookies are used on this website for research, advertising  and statistical purposes. Please have a look at our Cookie and Privacy Policy.

 

Jeannot an Franz
Briefe und Zeichnungen von Jean Tinguely an Franz Meyer

22. Oktober 2003 – 2. Mai 2004

Dr. Franz Meyer, ehemaliger Direktor der Berner Kunsthalle (1955–1961) und der Öffentlichen Kunstsammlung Basel (1962–1980) schenkte dem Museum Jean Tinguely ein ausserordentliches Konvolut an Autografen, collagierten Briefzeichnungen und weiteren Memorabilien von Jean Tinguely, zu denen unter anderen auch die auf einem Bierkrug montierte Baluba "Das Federding" gehört.

Diese grosszügige Schenkung ist vom 21. Oktober 2003 bis zum 2. Mai 2004 in einer Kabinett-Ausstellung im zweiten Obergeschoss des Museums zu sehen.
Die Briefe und Collagen dokumentieren die langjährige Freundschaft zwischen dem Museumsmann und dem Künstler, die 1960 mit der von Franz Meyer organisierten Ausstellung „Kricke-Luginbühl-Tinguely“ in der Berner Kunsthalle begann und bis zum Tode Tinguelys 1991 fortdauerte.

Neben den farbfulminanten Briefcollagen mit eigenwilligen Wortschöpfungen, in denen sich die Spontaneität und assoziative Arbeitsweise des Künstlers in ihrer ganzen Fülle zeigt, sind die frühen Autografen der Sechzigerjahre von besonderem Interesse. Diese Briefe, die oft auch Werkskizzen ausweisen, sind wertvolle Dokumente, in denen der Künstler Franz Meyer präzise Auskunft über die in jener Zeit rasant fortschreitende Entwicklungsprozesse innerhalb seines plastischen Werks gibt.

Begleitet werden die Briefe und Collagen durch eine Auswahl jener Werke Tinguelys, die 1960 neben Plastiken von Norbert Kricke und Bernhard Luginbühl in Bern zu sehen waren. Franz Meyer bot mit jener Aufsehen erregenden Ausstellung dem jungen, in Paris bereits arrivierten Künstler, die Möglichkeit zu einem ersten öffentlichen Auftritt.
Auch in der Zeit als Direktor des Basler Kunstmuseums trug Meyer als wichtige Vermittlerperson massgeblich dazu bei, dass zentrale Werke von Tinguely in die Basler Sammlungsbestände gelangten und ihm jene grosse Anerkennung als Schweizer Künstler zu Teil wurde, die er heute besitzt.

Die Ausstellung wird begleitet von einem im Benteli Verlag erscheinenden Katalogbuch (ca. 100 S. und 85 farbige Abbildungen) mit Texten von Margrit Hahnloser, Guido Magnaguagno, Annja Müller-Alsbach und Heinz Stahlhut, einem transkribierten Gespräch zwischen Meyer und Tinguely sowie Auszügen aus Texten von Franz Meyer.