Sammlung
Museum Tinguely

Sammlung Museum Tinguely

In der Sammlung des Museum Tinguely sind Arbeiten aller Phasen und Werkgruppen von Jean Tinguely vertreten. Zusammen mit temporären Leihgaben ermöglichen sie dem Museumsbesucher einen umfangreichen Überblick über das Schaffen des Künstlers. Neben den Skulpturen befindet sich eine Vielzahl von Zeichnungen und Briefzeichnungen, Dokumenten, Ausstellungsplakaten, Katalogen und Dokumentationen sowie Fotografien in der Sammlung des Museums. Alle Bestände sind – soweit möglich – öffentlich zugänglich und werden regelmässig sowohl in der permanenten Ausstellung im Museum Tinguely wie auch als Leihgaben in Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt.

 

Die Museumssammlung entstammt einer grosszügigen Gründungsschenkung der Witwe des Künstlers Niki de Saint Phalle, aus der Sammlung von Roche, grösseren und kleineren Schenkungen sowie verschiedenen Ankäufen.

 

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Jean Tinguely


Pit-Stop

1984

Material/Technik: Formel 1-Auto-Teile, Eisenschrott, 4 Stück 16mm-Filmprojektoren
Masse (HxBxT): 360 x 600 x 600 cm
Inventarnummer: 11271
Werkverzeichnis: Bischofberger 0628
Creditline: Museum Tinguely, Basel, Donation Niki de Saint Phalle

Pit Stop entsteht als Auftrag der Firma Renault. Teile von zwei Rennwagen der Saison 1983, gefahren von Alain Prost und Eddie Cheever, vereinigen sich in der Monumentalskulptur in langsamen, fast schwebenden Bewegungen. Verdoppelt wird das Gefühl der Langsamkeit durch die andauernde Wiederholung der Filmaufnahme eines Boxenstops. Die Filmprojektionen, die Schatten der Skulpturenteile und die unterschiedlich langsamen Bewegungen der Maschinenteile vermengen sich zu einem Ganzen, das den Betrachter in seinem Zeit- und Bewegungsgefühl stark zu irritieren vermag. Jean Tinguely war von Autorennen und Rennautos fasziniert. Die Schnelligkeit und die hochgezüchtete Technik schlugen ihn in den Bann. In «Pit Stop» werden schnelle Bewegungen bis auf die hektische Rotation des Michelin-Männchens vermieden. Es findet das Gegenteil eines Formel-1 Boxenstops mit seiner unglaublichen Hektik und schnellen Präzisionsarbeit statt. Tinguely zielt hier nicht auf Schnelligkeit, sondern auf die Überlagerung einzelner Bewegungsrhythmen.