Sammlung
Museum Tinguely

Sammlung Museum Tinguely

In der Sammlung des Museum Tinguely sind Arbeiten aller Phasen und Werkgruppen von Jean Tinguely vertreten. Zusammen mit temporären Leihgaben ermöglichen sie dem Museumsbesucher einen umfangreichen Überblick über das Schaffen des Künstlers. Neben den Skulpturen befindet sich eine Vielzahl von Zeichnungen und Briefzeichnungen, Dokumenten, Ausstellungsplakaten, Katalogen und Dokumentationen sowie Fotografien in der Sammlung des Museums. Alle Bestände sind – soweit möglich – öffentlich zugänglich und werden regelmässig sowohl in der permanenten Ausstellung im Museum Tinguely wie auch als Leihgaben in Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt.

 

Die Museumssammlung entstammt einer grosszügigen Gründungsschenkung der Witwe des Künstlers Niki de Saint Phalle, aus der Sammlung von Roche, grösseren und kleineren Schenkungen sowie verschiedenen Ankäufen.

 

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Jean Tinguely


Méta-mécanique

Méta-mechanische Skulptur
1955

Material/Technik: Dreifuss aus Eisen, Metallstäbe und -drähte, 9 verschiedenfarbige Metallelemente, Elektromotor
Masse (HxBxT): 89 x 82 x 65 cm
Inventarnummer: 11103
Werkverzeichnis: Bischofberger 0034
Creditline: Museum Tinguely, Basel

Viele der «Méta-mécaniques» tragen eine Bezeichnung wie «Méta-Herbin», die auf den französischen abstrakten Maler Auguste Herbin hinweist. Die geometrischen, in klaren Farben bemalten Elemente, die in den Drahtskulpturen in Bewegung versetzt werden, erinnern denn auch an Herbins abstrakte Kompositionen und zeigen das Interesse Tinguely, statische Kunst beweglich und veränderbar zu machen. Die Veränderbarkeit und Variierbarkeit von Kunstwerken ist ein Motiv, das Tinguelys ganzes Oeuvre durchdringt. Ausgehend von der Idee, dass abstrakte Bilder veränderlich werden, und dass dies in einem Rahmen erfolgt, der von Zufall und mechanischer Unvollkommenheit geprägt ist, gibt Tinguely der kinetischen Kunst, die in den fünfziger Jahren aufblüht, wichtige Anstösse.