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Robert Spreng

16. Juli 2002 – 20. Oktober 2002

Robert Spreng - ein Name, der lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Dabei erkannte Spreng als einer der ersten Schweizer Photographen, dass sich die Kunst des Lichtbildes von der Malerei lösen und zu einem eigenständigen künstlerischen Ausdruck finden muss. Bis zu der Auflösung seines Ateliers im Jahr 1967 schuf er zahllose Werke, die heute zu den Schönsten und Gesuchtesten in der Photographie der Neuen Sachlichkeit gehören – und auch zu den Seltensten, denn der Verbleib seines Nachlasses ist weitgehend ungeklärt. Spreng prägte die photographische Ästhetik unserer Zeit nachhaltig.

Erstmals seit seinem Tod sind originale Abzüge seiner Werke in der Ausstellung im Museum Jean Tinguely in direkter Nachbarschaft zu den Werken des maschinen- begeisterten Künstlers der Öffentlichkeit zugänglich. Im Mittelpunkt der Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Historischen Archiv Roche entstand, stehen denn auch die meisterhaften Aufnahmen Sprengs, die die ungeheure ästhetische Faszination der Fabrik- architekturen und Fertigungsstätten der Roche und anderer Industriebetriebe vermitteln, welche diese Motive besonders in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ausübten. Doch auch das piktoriale Frühwerk Sprengs und seine Tätigkeit als Portätist wird mit beeindruckenden Beispielen aus Privatbesitz und dem Historischen Archiv vorgeführt.

Während der Ausstellung war das Buch Robert Spreng und seine Fotodokumentation zu O.R. Salvisbergs Verwaltungsgebäude F. Hoffman-La Roche AG zum Sonderpreis von CHF 48,- erhältlich.


Kurzbiographie

4. Juli 1890
Robert Spreng wird in Säckingen (Deutschland) geboren. Lernt bei seinem Vater, dem "Grossherzoglich-Badischen Hofphotographen" Robert Spreng sen. die Grundlagen der Fotografie. Übersiedelung nach Basel. Besucht hier die Basler Gewerbeschule

1906 – 1912
Aufenthalte in Paris und München

1912 – 1914
Im Sinne des Pictorialismus Gebrauch von Farbpigmenten in der Fotografie

1913
Auszeichnung für Farbpigment-Verfahren in Antwerpen
Eröffnung eines Porträtateliers in Basel

ab 1916
Sach- und Industriefotografie, Hinwendung zur "Neuen Fotografie"
Ausstellungen in Paris, Wien, Berlin, London und Mailand

1922
Heiratet am 8. Juni Helene Thekla Kopp

1926
Dreht den ersten Schweizer Farbfilm, "Schweizerische Alpenposten"

1928
Die Ehe mit Helene, geb. Kopp, wird am 26. Juni geschieden

1939
Alleinauftrag für die Dokumentation der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich: "Das goldene Buch der LA" entsteht.

1967
Schliesst das Atelier in Basel

15. Januar 1969
Stirbt in Basel