Tadeusz Kantor (li.), Aufführung von «Où sont les neiges d'antan» in Paris, 1982, Foto: Jacquie Bablet

Tadeusz Kantor (li.), Aufführung von «Où sont les neiges d'antan» in Paris, 1982 © Maria Kantor & Dorota Krakowska / Tadeusz Kantor Foundation, Foto: Jacquie Bablet

Tadeusz Kantor: Où sont les neiges d’antan

9. Oktober 2019 – 5. Januar 2020

Die Ausstellung «Tadeusz Kantor: Où sont les neiges d’antan» des Museum Tinguely präsentiert einen der wichtigsten Theaterschaffenden und bildenden Künstler Polens des 20. Jahrhunderts mit einem seiner grossen Bühnenwerke. Mit kritischem Blick auf die verdrängte Geschichte Polens widmet sich Tadeusz Kantors (1915-1990) unabhängiges Untergrundtheater der Alltagsrealität und prägt bis heute eine junge Generation in der Welt des Theaters. Die Schau mit Objekten, Zeichnung, Film- und Fotodokumentation wird durch eine Virtual Reality-Animation begleitet, der Cricoterie (2019) von Auriea Harvey & Michaël Samyn. Die Besucher*innen sind vom 9. bis 20. Oktober eingeladen eine virtuelle Bühne zu bespielen, die inspiriert von Kantors Theater des Todes mit ungewöhnlichen Charakteren und Requisiten ausgestattet ist, während das Publikum zusehen kann, wie die Dinge ausser Kontrolle geraten.
 

#tadeuszkantor #wearetaleoftales #cricoterie #cricoteka #culturescapes

>> Lesen Sie mehr

Len Lye, Rainbow Dance, 1936, 5’, 35mm, Filmstill © Courtesy of the Len Lye Foundation and the British Postal Museum and Archive

Len Lye, Rainbow Dance, 1936, 5’, 35mm, Filmstill © Courtesy of the Len Lye Foundation and the British Postal Museum and Archive

Len Lye – motion composer

23. Oktober 2019 – 26. Januar 2020

 

Len Lye (1901-1980), geboren in Christchurch NZ, ist einer der wichtigsten Experimentalfilmer der 1930er bis 1950er Jahre. Er schuf zunächst in Neuseeland und Australien, ab 1926 in London und ab 1944 in New York City ein faszinierendes, alle künstlerischen Disziplinen umfassendes Werk, das es in weiten Teilen – so auch seine kinetischen Skulpturen – noch zu entdecken gilt. In der Ausstellung wird das Werk von Lye in seiner ganzen Breite gezeigt, mit einem besonderen Augenmerk auf die Beziehungen zwischen den verschiedenen Medien.

#lenlye #motioncomposer

>> Lesen Sie mehr

Janine Antoni, Mortar and Pestle, 1999 C-print, 121,9 x 121,9 cm Courtesy of the artist and Luhring Augustine, New York © Janine Antoni; Courtesy of the artist and Luhring Augustine, New York.

Janine Antoni, Mortar and Pestle, 1999
C-print, 121,9 x 121,9 cm
© Janine Antoni; Courtesy of the artist and Luhring Augustine, New York.

Amuse-bouche. Der Geschmack der Kunst

19. Februar – 17. Mai 2020
 

Schmeckt Kunst süss, sauer, bitter, salzig oder gar umami? Welche Rolle spielt unser Geschmacksinn im sozialen Miteinander und als künstlerisches Material? Das Museum Tinguely setzt die Reihe zu den menschlichen Sinnen in den Künsten fort und zeigt in einer Gruppenausstellung Arbeiten von internationalen Künstler*innen, die unseren Geschmacksinn als eine Möglichkeit unserer ästhetischen Wahrnehmung aufgreifen: u.a. mit Werken von Janine Antoni, Marisa Benjamim, Otobong Nkanga, Emeka Ogboh, Shimabuku, Andy Warhol, Tom Wesselmann, Elizabeth Willing.

#amusebouche #geschmackderkunst #legoutdelart #thetasteofart

Pedro Reyes, Disarm (Xylophone), 2016  (Detail) © Pedro Reyes

Pedro Reyes, Disarm (Xylophone), 2016  (Detail) © Pedro Reyes

Danse Macabre IV:
Pedro Reyes. Return to Sender

15. April – 25. Oktober 2020

Pedro Reyes (*1972, Mexiko-Stadt) verwendet das Medium Skulptur in Projekten, die häufig eine soziale Dimension entfalten. Dabei spielen Partizipationsprozesse ebenso eine Rolle wie die Aufforderung zum kollektiven und individuellen Handeln. Schon in früheren Arbeiten hat er mit Waffen gearbeitet, um systemische Probleme der Waffenindustrie aus einer pazifistischen Perspektive anzusprechen. Die neu produzierte Arbeit für das Museum Tinguely funktioniert Waffenteile zu Musikspieldosen um, die Stücke aus deren Produktionsland spielen. Sie wird zusammen mit Disarm (2012 – heute) gezeigt. Beide eröffnen einen Dialog mit Jean Tinguelys Mengele-Totentanz von 1986.

#totentanz #pedroreyes #dansemacabre #musikmaschine #tinguely #danseofdeath #disarm

Taro Izumi, Great nostril, 2017, two-channel video ©︎ Taro Izumi, courtesy of Take Ninagawa, Tokyo

Taro Izumi, Great nostril, 2017, two-channel video ©︎ Taro Izumi, courtesy of Take Ninagawa, Tokyo

Taro Izumi. ex

10. Juni – 27. September 2020

Der japanische Künstler Taro Izumi (*1976, Nara) blickt mit Schalk auf die Welt. Er entwickelt multimediale und unklassifizierbare Werke, die die Betrachtenden mit auf eine Reise an die Grenzen der Realität nehmen. Für seine erste grosse Einzelausstellung in der Schweiz, gestaltet Izumi einen Parcours voller ungewöhnlicher Bilder, getragen von seinem frechen und absurden Geist. Dort begegnet man einer riesigen Katze, einer Waschmaschine auf einer Pyramide, verschmutzten Roboterstaubsaugern oder Menschen, die den Boden ablecken.

#taroizumi

Jean Tinguely und Claude Lalanne, Impasse Ronsin, ca. 1960, Foto: Hansjörg Stoecklin

Jean Tinguely und Claude Lalanne, Impasse Ronsin, ca. 1960, Foto: Hansjörg Stoecklin

Impasse Ronsin. Mord, Liebe und Kunst im Herzen von Paris

21. Oktober 2020 – 24. Januar 2021

Fast einhundert Jahre, von 1874 bis 1970, bestand in der Impasse Ronsin eine Ateliersiedlung, in der Künstler*innen verschiedenster Herkunft und mit unterschiedlicher Schaffensweise arbeiteten. Diese kuriose Sackgasse im Montparnasse-Quartier diente etwa 250 Kunstschaffenden als Atelier und Wohnort, vom akademischen Bildhauer Alfred Boucher bis zur argentinischen Performancekünstlerin Marta Minujín. Zu den bekanntesten gehörten Eva Aeppli, William Copley, André Del Debbio, Max Ernst, Jasper Johns, Claude und François-Xavier Lalanne, James Metcalf, Isamu Noguchi, Larry Rivers, Niki de Saint-Phalle und Jean Tinguely. Wenn Constantin Brâncuși der berühmteste Bewohner war – er arbeitete dort von 1916 bis zu seinem Tod – dann war Madame Steinheil, Geliebte und wahrscheinliche Mörderin des französischen Präsidenten, die berüchtigtste. Ihr Ehemann nahm ebenfalls ein grausames Ende, so dass die Impasse Ronsin auch zu einem der bekanntesten Kriminalschauplätze des frühen 20. Jahrhunderts wurde.

#impasseronsin #montparnasse #tinguely #paris

Katja Aufleger, LOVE AFFAIR, 2017, (Filmstill), Video, Farbe, Ton, 22 min. © Courtesy of the artist, STAMPA Galerie, Basel; Galerie Conradi, Hamburg

Katja Aufleger, LOVE AFFAIR, 2017, (Filmstill), Video, Farbe, Ton, 22 min. © Courtesy of the artist, STAMPA Galerie, Basel; Galerie Conradi, Hamburg

Katja Aufleger. GONE

2. Dezember 2020 – 21. Februar 2021

#katjaaufleger #followher #bang!