Wim Delvoye

14. Juni 2017 – 1. Januar 2018

 

Das Museum Tinguely widmet im Sommer 2017 dem belgischen Künstler Wim Delvoye eine grosse Einzelausstellung. Neben seinen bekanntesten Werken, die Cloaca, Maschinen, die den menschlichen Verdauungsvorgang simulieren und von menschlichen visuell nicht zu unterscheidende Exkremente produzieren, werden auch Arbeiten wie Chantier (1992, eine aus Holz geschnitzte Baustelle) oder der imposante Cement Truck (2016) in Originalgrösse zu sehen sein. Mit viel Ironie, Witz und Humor vereint der konzeptuelle Provokateur oftmals Dekoratives mit Alltagsfunktionen und hinterfragt somit gängige Wertesysteme der Konsumgesellschaft.
In Zusammenarbeit mit dem MUDAM, Luxemburg.

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PerformanceProcess
60 Jahre Performancekunst in der Schweiz

20. September 2017 – 28. Januar 2018

 

Im Rahmen einer umfassenden Kooperation wird in Basel die schiere Vielfalt und Breite der Schweizer Performancekunst von 1960 bis in die Gegenwart gefeiert: Das Museum Tinguely, die Kaserne Basel und die Kunsthalle Basel nähern sich in Zusammenarbeit mit dem Centre culturel suisse Paris den unzähligen Aspekten des performativen Schaffens. Dies geschieht zum Beispiel in der Retrospektive auf 1974, als Jean Tinguely das Basler Fasnachts-Comité in einem performativen Akt in die Luft sprengte, oder mit dem Blick in die Gegenwart durch neue, von jungen Künstlerinnen und Künstlern entwickelte Werke.

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Ausstellungsprogramm 2018

Sofia Hultén. Here’s the Answer, What’s the Question?

24. Januar – 1. Mai 2018

Die Skulpturen, Installationen und Videos der Berliner Künstlerin Sofia Hultén (geb. 1972 in Stockholm) nehmen ihren Anfang bei unscheinbaren Gebrauchsgegenständen oder Material aus der Welt der Baumärkte und Werkstätten. Durch methodische, manchmal das Absurde streifende Manipulationen untersucht sie die von einem Vorleben gezeichneten Dinge oder überarbeitet sie zu neuen Arrangements. Oft beschränkt sie sich dabei auf sparsame Eingriffe, die sich den verschiedenen Phasen in der Biografie eines Objekts widmen und deren Abfolge durcheinanderbringen. Eine Kooperation mit der Ikon Gallery, Birmingham.
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RE-SET: Aneignung und Fortschreibung in Musik
und Kunst seit 1900

28. Februar – 13. Mai 2018

Die Paul Sacher Stiftung zeigt anhand von Partituren, Tonaufnahmen, Film- und Fotodokumenten (u. a. von Komponisten wie Bartók, Strawinsky und Varèse bis zu Berio, Kagel und Rihm) die Bedeutung von Bezugnahmen auf fühere Musik und ihrer kreativen Überarbeitung im 20. Jahrhundert. Das Museum Tinguely ergänzt das interdisziplinäre Projekt mit Werken zeitgenössischer Künstler (u. a. Saâdane Afif, Pierre Bismuth, Bethan Huws), die sich mit Duchamps ikonenhafter Idee des Readymade auseinandersetzen. Eine Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung.

 

Radiophonic Spaces

5. Mai – 21. Mai 2018

Die beiden Welten, Kunst- und Radioraum, sind einander weniger fremd als dies zunächst scheinen mag. Neben Schriftstellern, Komponisten, Theater- und Filmemachern nutzen seit jeher auch bildende Künstler die Möglichkeiten dieses flüchtigen Mediums. Ein künstlerisch gestalteter Parcours lässt 200 ausgewählte Schätze internationaler Radiokunst erleben. Aktuelle und historische Positionen werden in Beziehung gesetzt: von Antonin Artaud, Samuel Beckett, John Cage, Friederike Mayröcker bis Michaela Mélian, Brandon LaBelle, Ahmet Ögüt oder Natascha Sadr Haghighian. Eine Kooperation mit Bauhaus Universität Weimar, Haus der Kulturen der Welt und Universität Basel.

 

Too early to panic. Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger

6. Juni – 23. September 2018

Aus invasiven Pflanzen, verwilderten Fingernägeln, behaartem Plastik, gesammelten Tränen, dicken Eiern und wachsenden Kunstdüngerkristallen, richten die Schweizer Künstler Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger im Museum Tinguely ein dreiteiliges Wunderkammer-Labyrinth zwischen Natur und Künstlichkeit ein. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, über 25 Jahre ihres künstlerischen Universums zu entdecken, an ihren poetischen Transformationen von Werdendem, Wucherndem und Chaotischem teilzuhaben und selbst aktiv zu werden.

Gauri Gill. Traces

13. Juni – 01. November 2018

Seit 1999 verbrachte die indische Fotografin Gauri Gill viel Zeit bei marginalisierten ländlichen Bevölkerungsgruppen in der Wüste West-Rajasthans. ‘Traces’ ist eine der Fotoserien, die aus ihrem Fotoarchiv ‘Notes from the Desert’ entstanden ist. Die porträtierten Grabstätten sind aus Steinen, Tonscherben, handgravierten Grabsteinen oder persönlichen Gegenständen zusammengestellt. In grösster Bescheidenheit wird ein Ort gekennzeichnet, Erinnerung gepflegt. Im Bewusstsein, dass jedes Werden auch Vergehen bedeutet, treten ihre Aufnahmen mit dem Totentanz in Dialog.

Len Lye

24. Oktober 2018 – 27. Januar 2019

Len Lye (1901 – 1980), geboren in Christchurch (NZ), ist einer der wichtigsten Experimentalfilmer der 1930er bis 1950er Jahre. In seinen späteren Jahren schuf er ein faszinierendes, alle künstlerischen Disziplinen umfassendes Werk, das es in weiten Teilen noch zu entdecken gilt. In der Ausstellung wird das Werk von  Len Lye in seiner ganzen diziplinübergreifenden Breite gezeigt, mit einem besonderen Augenmerk auf den Beziehungen zwischen den verschiedenen Medien.