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Cyprien Gaillard
Roots Canal

16. Februar – 5. Mai 2019

 

Mit seinen Filmen, Fotografien und Skulpturen beleuchtet Cyprien Gaillard (*1980, Paris) unmittelbar bevorstehende Transformationen und verweist auf die fortwährenden Prozesse von Zerstörung, Bewahrung oder Wiederaufbau im urbanen Raum. Er filmt von der Natur zurückeroberte archäologische Ruinen oder den Flug exotischer Vögel über einer europäischen Stadt im Wandel und dokumentiert die schleichende Erosion modernistischer Utopien, insbesondere in Gestalt der Vernichtung grosser Gebäudekomplexe. Sein Schaffen dreht sich um das Aufeinanderprallen von unterschiedlichen Realitäten und Zeitebenen, aus dem letztlich ein harmonisches Ganzes von eigentümlicher Schönheit hervorgeht.

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Interdisziplinäres Symposium zu Geschmack und Esskultur

5. – 6. April 2019

 

Im Rahmen der Vorbereitung zur Ausstellung «Amuse-bouche. Der Geschmack der Kunst» (19. Februar bis 17. Mai 2020) findet am 5. und 6. April 2019 im Museum Tinguely ein interdisziplinäres Symposium statt.

International namhafte Referenten aus Wissenschaft und Praxis geben spannende Einblicke in die zahlreichen Wirkungsfelder des Geschmacklichen. Das Symposium wird unterschiedliche Perspektiven aus Physiologie und Biochemie, Psychologie, Ethnologie, Lebensmittelsensorik, Linguistik, Literatur- und Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte, Kochkunst sowie bildender Kunst rund um das Thema «Geschmack und Esskultur» zusammen bringen. Neben Vorträgen wird es aussergewöhnliche Degustationen geben, u.a. ein Dessert mit Eisenerz des Schweizer Sternekochs Stefan Wiesner, ein neues Projekt von Daniel Spoerri, dem Pionier der Eat-Art, sowie eine essbare künstlerische Intervention der jungen Künstlerin Marisa Benjamim.

 

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Lois Weinberger, Ohne Titel, 2014, Katzenmumie, 18. Jahrhundert, Fotoarbeit, 60 x 90 cm, Ed. 5 © Courtesy by the artist, Foto: Paris Tsitsos

Lois Weinberger, Ohne Titel, 2014, Katzenmumie, 18. Jahrhundert, Fotoarbeit, 60 x 90 cm, Ed. 5
© Courtesy by the artist, Foto: Paris Tsitsos

Lois Weinberger - Debris Field

17. April – 1. September 2019

 

Lois Weinbergers künstlerische Recherchen stehen pionierhaft für die Verbindung von Kunst, Gesellschaft und Natur. Zur Documenta X bepflanzte er 1997 ein stillgelegtes Bahngeleis mit Neophyten, als Metapher für Migrationsprozesse unserer Zeit. Debris Field ist eine poetisch-archäologische Forschungsarbeit. Sie stellt unscheinbare und bedeutende Relikte aus der sieben Jahrhunderte zurückreichenden Geschichte des dem Stift Stams (Tirol) verbundenen Bauernhofes seiner Eltern vor. Dazu gehören etwa eine Katzenmumie mit apotropäischer (unheilabwendender) Kraft, oder im Zwischenboden verwahrte Einzelschuhe von Verstorbenen.

Rebecca Horn, Weisser Körperfächer, 1972, Filmstill,  © 2019: Rebecca Horn/ProLitteris, Zürich

Rebecca Horn, Weisser Körperfächer, 1972, Filmstill, 
© 2019: Rebecca Horn/ProLitteris, Zürich

Rebecca Horn. Körperphantasien

5. Juni – 22. September 2019

 

Das Museum Tinguely und das Centre Pompidou-Metz organisieren ab Juni 2019 gleichzeitig zwei der Künstlerin Rebecca Horn gewidmete Ausstellungen. Damit bieten die beiden Institutionen ergänzende Einblicke in das Schaffen einer Künstlerin, die zu den außergewöhnlichsten ihrer Generation gehört, und deren kreatives Schaffen in Teilen noch zu entdecken ist. Die Schau «Theater der Metamorphosen» in Metz erkundet das vielfältige Thema der Verwandlung unter animistischen, surrealistischen und mechanistischen Gesichtspunkten und hebt insbesondere die Rolle des Films, wahre Bühne ihrer Skulpturen, als Matrix ihres Schaffens hervor. In der Präsentation «Körperphantasien» in Basel, die frühe performative Arbeiten und spätere kinetische Skulpturen kombiniert und so werkimmanente Entwicklungslinien betont, stehen die Transformationsprozesse von Körper und Maschine im Mittelpunkt.

Tadeusz Kantor: Où sont les neiges d’antan

9. Oktober 2019 – 5. Januar 2020

 

Len Lye, Rainbow Dance, 1936, 5’, 35mm, Videostill © Courtesy of the Len Lye Foundation and the British Postal Museum and Archive

Len Lye, Rainbow Dance, 1936, 5’, 35mm, Videostill © Courtesy of the Len Lye Foundation and the British Postal Museum and Archive

Len Lye - motion composer

23. Oktober 2019 – 26. Januar 2020

 

Len Lye (1901-1980), geboren in Christchurch NZ), ist einer der wichtigsten Experimentalfilmer der 1930er bis 1950er Jahre. Er schuf zunächst in Neuseeland und Australien, ab 1926 in London und ab 1944 in New York City ein faszinierendes, alle künstlerischen Disziplinen umfassendes Werk, das es in weiten Teilen – so auch seine kinetischen Skulpturen – noch zu entdecken gilt. In der Ausstellung wird das Werk von Lye in seiner ganzen Breite gezeigt, mit einem besonderen Augenmerk auf die Beziehungen zwischen den verschiedenen Medien.