Jean Tinguely und Claude Lalanne, Impasse Ronsin, ca. 1960, Foto: Hansjörg Stoecklin

Jean Tinguely und Claude Lalanne, Impasse Ronsin, ca. 1960, Foto: Hansjörg Stoecklin

Impasse Ronsin. Mord, Liebe und Kunst im Herzen von Paris

16. Dezember 2020 – 29. August 2021

Über einhundert Jahre, von 1864 bis 1971, bestand in der Impasse Ronsin eine Ateliersiedlung, in der Künstler*innen verschiedenster Herkunft und mit unterschiedlicher Schaffensweise arbeiteten. Diese kuriose Sackgasse im Montparnasse-Quartier diente etwa 220 Kunstschaffenden als Atelier und Wohnort, vom akademischen Bildhauer Alfred Boucher bis zur argentinischen Performancekünstlerin Marta Minujín. Zu den bekanntesten gehörten Eva Aeppli, William Copley, André Del Debbio, Max Ernst, Jasper Johns, Claude und François-Xavier Lalanne, James Metcalf, Isamu Noguchi, Larry Rivers, Niki de Saint-Phalle und Jean Tinguely. Wenn Constantin Brâncuși der berühmteste Bewohner war – er arbeitete dort von 1916 bis zu seinem Tod – dann war Madame Steinheil, Geliebte und wahrscheinliche Mörderin des französischen Präsidenten, die berüchtigtste. Ihr Ehemann nahm ebenfalls ein grausames Ende, so dass die Impasse Ronsin auch zu einem der bekanntesten Kriminalschauplätze des frühen 20. Jahrhunderts wurde.

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#impasseronsin #montparnasse #tinguely #paris

Leu Art Family. Caresser la peau du ciel

3. März – 31. Oktober 2021

Die Familie Leu geniesst unter Tattoo-Fans weltweit grosse Bekanntheit. Felix und Loretta finanzierten sich Ende der 1960er und in den 1970er Jahren mit dem Tätowieren ausgedehnte Reisen mit ihren vier Kindern Ama, Aia, Filip und Ajja. All diese Jahre unterwegs waren genährt von künstlerischer Neugier und bildeten die Grundlage für einen einzigartigen familiären Kosmos. Die Ausstellung zeichnet anhand von Werken aller Familienmitglieder ein Bild dieses besonderen Universums.

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#leufamily #tattoo

Eva Aeppli, Jean Tinguely und Per Olof Ultvedt mit Méta-Matic-Zeichnungen, Atelier Impasse Ronsin, Paris, 1959 Foto: Hansjörg Stoecklin

Eva Aeppli, Jean Tinguely und Per Olof Ultvedt mit Méta-Matic-Zeichnungen, Atelier Impasse Ronsin, Paris, 1959
Foto: Hansjörg Stoecklin  

le Définitif – c’est le Provisoire
Neue Sammlungspräsentation im Museum Tinguely

Ab dem 3. März 2021

Do-it-yourself-Kunst, Rampenlicht und Scherbenhaufen – im facettenreichen Schaffen von Jean Tinguely trifft man von Maschinenaktionen über multisensorische Spektakel bis hin zu Konsumkritik. Werke und Dokumente zeigen seine ersten Erfolge, Bühnenprojekte oder Brieffreundschaften. Spielerisch-interaktive Angebote führen das Publikum durch die Ausstellung, so wird der selten gezeigte Flaschenzertrümmerer Rotozaza No. 2 vom Restauratorenteam für interessierte Besucher*innen in Aktion versetzt. Zudem gibt es Einblicke in die restauratorische Arbeit, sowie die Materialität und Funktionsweise der Werke.

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#tinguely #sammlungspräsentation #undweitergehts #provisoire #kineticart

Bruce Conner, CROSSROADS, 1976 35mm, schwarz/weiss, Tonfilm, 37 min Courtesy Kohn Gallery and the Conner Family Trust © Conner Family Trust

Bruce Conner, CROSSROADS, 1976
35mm, schwarz/weiss, Tonfilm, 37 min
Courtesy Kohn Gallery and the Conner Family Trust
© Conner Family Trust

Bruce Conner. Light out of Darkness

(Danse Macabre No. VI)
5. Mai – 28. November 2021

Bruce Conners (1933-2008) kritische Haltung zur Kunstwelt ist ebenso legendär wie sein Ruf als Vater des Videoclips. Sein Schaffen in vielen Medien ist politisch, subversiv, und von einer unmittelbaren sinnlichen Kraft, die unter die Haut geht. Die Ausstellung stellt sein filmisches Schaffen ins Zentrum, darunter die Arbeit CROSSROADS (1976), die Filmmaterial des ersten US-Unterwasser-Atombombentests von 1946 beim Bikini Atoll zu einer 36-minütigen Studie über Horror und Sublimität dieses apokalyptischen Ereignisses zusammenfügt.

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#crossroads #bruceconner

Museum Tinguely AHOY!

17. Juli – 26. September 2021

Zum 25. Jubiläum lichtet das Museum Tinguely die Anker und begibt sich im Sommer 2021 auf eine besondere Schiffsreise. Unter dem Titel «Museum Tinguely AHOY!» macht sich das Museum auf dem umgebauten Frachtschiff MS Evolutie auf den Weg und bringt die Kunst Jean Tinguelys (1925–1991), der mit seinen beweglichen Skulpturen bekannt wurde, zu den Menschen. Die Route führt entlang wichtiger Orte und Wirkungsstätten aus Tinguelys Leben und Karriere von Paris über Antwerpen und Amsterdam durch das Ruhrgebiet rheinaufwärts bis nach Basel.

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#museumtinguely25 #museumtinguelyahoy #tinguelyontour

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Jubiläumsfest – 25 Jahre Museum Tinguely

25. – 26. September 2021

Das Wochenende vom 25. – 26. September 2021 bildet einen Höhepunkt unserer Jubiläums-Aktivitäten. Der Solitude-Park, das Museum und das Museum Tinguely AHOY! Schiff, das von seiner grossen Reise zurückkehrt und direkt auf der Höhe der Institution vor Anker geht, bilden die einzigartige Kulisse unserer Feier. Zahlreiche Mitmach-Angebote, Workshops, Ausstellungen und ein vielseitiges kulinarisches Angebot sind in einen Parcours in Form eines dynamischen Labyrinths eingebettet. Am Samstagabend erwarten Sie Konzerte und DJ-Sets. Die Programmpunkte nehmen ein ‹Best of› von Veranstaltungen auf, die unsere Aktivitäten der vergangenen Jahre begleitet haben. Auf unseren digitalen Kanälen halten wir Sie über die aktuellen Planungen auf dem Laufenden.

#museumtinguely25

Papaver Rhoeas, Patrick Hartley, 2018 (Lammherzgewebe, Glas, Alkohol) (Detail)

Papaver Rhoeas, Patrick Hartley, 2018 (Lammherzgewebe, Glas, Alkohol) (Detail)

The Cost of Life. A perspective on health by Patrick Hartley

13. Oktober 2021 – 23. Januar 2022

Der Begriff ‹cost of life› enthält einen starken Bezug zum Risiko, ein zentrales Thema der Medizin und Forschung. Beide Themen sind im Werk des Künstlers Patrick Hartley von Bedeutung. Sein künstlerischer Kommentar zur medizinischen Entwicklung erlaubt eine Annäherung an die dadurch verursachten – manchmal widersprüchlichen – Konsequenzen für die Menschheit. Die von Roche anlässlich ihres 125­-Jahre-­Jubiläums beauftragte Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Museum Tinguely und dem Pharmaziemuseum Basel statt.

Et tout ceci est vrai, Fotocollage von Jean Tinguely, Postkarte 1956 Reprografie: Hans Hammarskiöld

Et tout ceci est vrai, Fotocollage von Jean Tinguely, Postkarte 1956
Reprofotografie: Hans Hammarskiöld

Et tout ceci est vrai!
Auf den Spuren Tinguelys zwischen Paris, Amsterdam und Basel

20. Oktober 2021 – 23. Januar 2022

«Es bewegt sich alles, Stillstand gibt es nicht». So beginnt 1959 der Schweizer Künstler Jean Tinguely sein Manifest Für Statik. Unter diesem Motto realisiert das Museum Tinguely im Rahmen seiner Feierlichkeiten «25 Years of Moving Art» eine Ausstellung, die zunächst an Bord eines umgebauten Frachtschiffes im Sommer auf grosse Fahrt geht. Ab 20. Oktober ist die Präsentation im Museum in Basel zu sehen. Sie nimmt Bezug zu den Stationen der Schiffsreise und geht den Spuren Tinguelys als Künstler, Reisender, Netzwerker und Freund an diesen Orten nach.

 

Laure Pigeon, Lili, Adèle, Pierre, ohne Datum Tinte auf Papier ; 49 x 64 cm © Collection de l’Art Brut, Lausanne Foto : Marie Humair, Atelier de numérisation – Ville de Lausanne

Laure Pigeon, Lili, Adèle, Pierre, ohne Datum
Tinte auf Papier; 49 x 64 cm
© Collection de l’Art Brut, Lausanne
Foto: Marie Humair, Atelier de numérisation – Ville de Lausanne

Écrits d’Art Brut – Extravagances Langagières

20. Oktober 2021 – 23. Januar 2022

Liebeserklärungen, Wutbriefe, erotische Botschaften, tagebuchartige Aufzeichnungen oder utopische Erzählungen: Die Schriftstücke von Art Brut-Künstler*innen sind hinter verschlossenen Türen entstanden, in Stille und im Geheimen. Sorgfältig in Kalligrafie verfasst oder hastig hingekritzelt, mitunter gestickt, in Stein geritzt oder mit Bildern ergänzt, zeugen sie von einem verblüffenden Einfallsreichtum. Die erstmals gezeigte Ausstellung präsentiert Arbeiten von 13 Künstler*innen, die zugunsten der visuellen Kraft ihrer Werke einen spielerischen Umgang mit Grammatik und Orthografie pflegen. Bild und Text vereinigen sich. Die Leihgaben stammen von mehr als zehn Museen und Privatsammlungen aus verschiedenen Ländern weltweit.

 

Jean Tinguely, Briefcollage an Josef Imhof, 1975 Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris, Zürich; Foto: Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Briefcollage an Josef Imhof, 1975
Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof
© 2021 ProLitteris, Zürich; Foto: Museum Tinguely, Basel

Merci Seppi. Die grosse Schenkung

17. November 2021 – 13. März 2022

Josef «Seppi» Imhof, Assistent von Jean Tinguely von 1971 bis zum Tod des Künstlers 1991 sammelte in den vielen Jahren, in denen er Tinguelys nächste und wohl auch regelmässigste Begleitung war, eine grosse Anzahl von Werken auf Papier. Es sind Zeichnungen, Druckgrafiken, Collagen, Briefe, Werkskizzen, sorgfältige Aquarelle und ganz schnelle Sachen, es sind vor allem Zeugnisse einer intensiven Beziehung zwischen Künstler und Assistent. Seppi Imhof hat nun dem Museum Tinguely seine Sammlung der Werke auf Papier geschenkt – diese werden in dieser Ausstellung präsentiert.

 

Hira Nabi, All That Perishes at the Edge of Land, 2019 (Filmstill) Einkanalvideo, digital © courtesy, Hira Nabi

Hira Nabi, All That Perishes at the Edge of Land, 2019 (Filmstill)
Einkanalvideo, digital
© courtesy, Hira Nabi

Territories of Waste
Über die Wiederkehr des Verdrängten

14. September 2022 – 8. Januar 2023

Die gesamte Ökosphäre, die Ozeane, die Luft, unsere Lebensmittel, der Boden bis hin zur Antarktis enthält Überbleibsel, Partikel und Chemikalien unserer Waren- und Konsumwelt. Die Rohstoffgewinnung hinterlässt zerstörte Landschaften und giftigen Abraum. Waste ist überall. Die Gruppenausstellung im Museum Tinguely versammelt Kunst, die sich diesem Thema widmet. Dabei treffen Werke von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern mit ihrer heutigen globalen, geopolitischen und ökologischen Perspektive auf Arbeiten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die den sich ab den 1960er Jahren abzeichnenden Wandel zur Wegwerfgesellschaft und die zunehmende Umweltzerstörung spiegelten.

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