Pedro Reyes. Return to Sender

(Danse Macabre IV)
24. Juni – 15. November 2020

Pedro Reyes (*1972, Mexiko-Stadt) verwendet das Medium Skulptur in Projekten, die häufig eine soziale Dimension entfalten. Dabei spielen Partizipationsprozesse ebenso eine Rolle wie die Aufforderung zum kollektiven und individuellen Handeln. Schon in früheren Arbeiten hat er mit Waffen gearbeitet, um systemische Probleme der Waffenindustrie aus einer pazifistischen Perspektive anzusprechen. Die neu produzierte Arbeit für das Museum Tinguely funktioniert Waffenteile zu Musikspieldosen um, die Stücke aus deren Produktionsland spielen. Sie wird zusammen mit Disarm (2012 – heute) gezeigt. Beide eröffnen einen Dialog mit Jean Tinguelys Mengele-Totentanz von 1986.

 

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#totentanz #pedroreyes #dansemacabre #musikmaschine #tinguely #danseofdeath #disarm

Installationsansicht im 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa: Taro Izumi, Candidate Untitled (Can not see the shadow of rainbow), 2015; Stoff, Holz, Video; Variable Masse ​​​​​​​Image courtesy: 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa © Taro Izumi, courtesy of Take Ninagawa, Tokyo; Foto: Keizo Kioku

Installationsansicht im 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa: Taro Izumi, Candidate Untitled (Can not see the shadow of rainbow), 2015; Stoff, Holz, Video; Variable Masse
Image courtesy: 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa © Taro Izumi, courtesy of Take Ninagawa, Tokyo; Foto: Keizo Kioku

Taro Izumi. ex

2. September– 15. November 2020

Der japanische Künstler Taro Izumi (*1976, Nara) blickt mit Schalk auf die Welt. Er entwickelt multimediale und unklassifizierbare Werke, die die Betrachtenden mit auf eine Reise an die Grenzen der Realität nehmen. Für seine erste grosse Einzelausstellung in der Schweiz, gestaltet Izumi einen lebendigen Parcours voller ungewöhnlicher Bilder, getragen von seinem frechen und absurden Geist. Staubsaugerroboter bewegen sich in der Luft wie Insekten; auf den Bildschirmen flackern kontinuierlich Lichter und es ertönen Geräusche; ein Theater ohne Zuschauer erwartet die Besucher*innen.

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#taroizumi

Katja Aufleger, LOVE AFFAIR, 2017, (Filmstill), Video, Farbe, Ton, 22 min. © Courtesy of the artist, STAMPA Galerie, Basel; Galerie Conradi, Hamburg

Katja Aufleger, LOVE AFFAIR, 2017, (Filmstill), Video, Farbe, Ton, 22 min. © Courtesy of the artist, STAMPA Galerie, Basel; Galerie Conradi, Hamburg

Katja Aufleger. GONE

2. Dezember 2020 – 21. Februar 2021

Die in Berlin lebende, multimedial arbeitende Künstlerin Katja Aufleger (1983*, Oldenburg) sucht in ihren Werken nach der Gleichzeitigkeit von Möglichkeiten, um existenzielle Fragen zu stellen - skulptural wie filmisch, visuell wie auditiv. Die verführerische Ästhetik ihrer Arbeiten überrascht mit unerwarteten, gefährlichen oder tiefgründigen Wendungen. Solche Verknüpfungen entstehen zum Beispiel, wenn Aufleger eine gläserne Pendelkonstruktion in den Ausstellungsraum bringt, die die Betrachtenden zu dem Gedanken anregt, ebensolche in Bewegung setzen zu wollen. Neben der offensichtlichen Zerbrechlichkeit der Glaskolben befinden sich die Bestandteile von Nitroglycerin in der somit explosiven Installation im Museum. Mit solchen Ambivalenzen übt die Künstlerin Institutionskritik, hinterfragt Machtstrukturen und Systeme. In Auflegers Welt wird einem erst auf den zweiten Blick die Flüchtigkeit eines Moments und seiner Vielschichtigkeit bewusst.

#katjaaufleger #followher #bang!

Jean Tinguely und Claude Lalanne, Impasse Ronsin, ca. 1960, Foto: Hansjörg Stoecklin

Jean Tinguely und Claude Lalanne, Impasse Ronsin, ca. 1960, Foto: Hansjörg Stoecklin

Impasse Ronsin. Mord, Liebe und Kunst im Herzen von Paris

16. Dezember 2020 – 5. April 2021

Fast einhundert Jahre, von 1874 bis 1970, bestand in der Impasse Ronsin eine Ateliersiedlung, in der Künstler*innen verschiedenster Herkunft und mit unterschiedlicher Schaffensweise arbeiteten. Diese kuriose Sackgasse im Montparnasse-Quartier diente etwa 250 Kunstschaffenden als Atelier und Wohnort, vom akademischen Bildhauer Alfred Boucher bis zur argentinischen Performancekünstlerin Marta Minujín. Zu den bekanntesten gehörten Eva Aeppli, William Copley, André Del Debbio, Max Ernst, Jasper Johns, Claude und François-Xavier Lalanne, James Metcalf, Isamu Noguchi, Larry Rivers, Niki de Saint-Phalle und Jean Tinguely. Wenn Constantin Brâncuși der berühmteste Bewohner war – er arbeitete dort von 1916 bis zu seinem Tod – dann war Madame Steinheil, Geliebte und wahrscheinliche Mörderin des französischen Präsidenten, die berüchtigtste. Ihr Ehemann nahm ebenfalls ein grausames Ende, so dass die Impasse Ronsin auch zu einem der bekanntesten Kriminalschauplätze des frühen 20. Jahrhunderts wurde.

#impasseronsin #montparnasse #tinguely #paris

Territories of Waste

5. Mai – 29. August 2021

Die gesamte Ökosphäre, die Ozeane, die Luft, unsere Lebensmittel, der Boden bis hin zur Antarktis enthält Überbleibsel, Partikel und Chemikalien unserer Waren- und Konsumwelt. Die Rohstoffgewinnung hinterlässt zerstörte Landschaften und giftigen Abraum. Waste ist überall. Die Gruppenausstellung im Museum Tinguely versammelt Kunst, die sich diesem Thema widmet. Dabei treffen Werke von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern mit ihrer heutigen globalen, geopolitischen und ökologischen Perspektive auf Arbeiten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die den sich ab den 1960er Jahren abzeichnenden Wandel zur Wegwerfgesellschaft und die zunehmende Umweltzerstörung spiegelten.