Katja Aufleger, LOVE AFFAIR, 2017, (Filmstill), Video, Farbe, Ton, 22 min. © Courtesy of the artist, STAMPA Galerie, Basel; Galerie Conradi, Hamburg

Katja Aufleger, LOVE AFFAIR, 2017, (Filmstill), Video, Farbe, Ton, 22 min. © Courtesy of the artist, STAMPA Galerie, Basel; Galerie Conradi, Hamburg

Katja Aufleger. GONE

2. Dezember 2020 – 14. März 2021

Die in Berlin lebende, multimedial arbeitende Künstlerin Katja Aufleger (1983*, Oldenburg) sucht in ihren Werken nach der Gleichzeitigkeit von Möglichkeiten, um existenzielle Fragen zu stellen - skulptural wie filmisch, visuell wie auditiv. Die verführerische Ästhetik ihrer Arbeiten überrascht mit unerwarteten, gefährlich wirkenden oder tiefgründigen Wendungen. Solche Verknüpfungen entstehen zum Beispiel, wenn Aufleger eine gläserne Pendelkonstruktion in den Ausstellungsraum bringt, die die Betrachtenden zu dem Gedanken anregt, ebensolche in Bewegung setzen zu wollen. Neben der offensichtlichen Zerbrechlichkeit der Glaskolben befinden sich die Bestandteile von Nitroglycerin in der somit explosiven Installation im Museum. Mit solchen Ambivalenzen übt die Künstlerin Institutionskritik, hinterfragt Machtstrukturen und Systeme. In Auflegers Welt wird einem erst auf den zweiten Blick die Flüchtigkeit eines Moments und seiner Vielschichtigkeit bewusst.

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#katjaaufleger #followher #bang!

Jean Tinguely und Claude Lalanne, Impasse Ronsin, ca. 1960, Foto: Hansjörg Stoecklin

Jean Tinguely und Claude Lalanne, Impasse Ronsin, ca. 1960, Foto: Hansjörg Stoecklin

Impasse Ronsin. Mord, Liebe und Kunst im Herzen von Paris

16. Dezember 2020 – 9. Mai 2021

Über einhundert Jahre, von 1864 bis 1971, bestand in der Impasse Ronsin eine Ateliersiedlung, in der Künstler*innen verschiedenster Herkunft und mit unterschiedlicher Schaffensweise arbeiteten. Diese kuriose Sackgasse im Montparnasse-Quartier diente etwa 220 Kunstschaffenden als Atelier und Wohnort, vom akademischen Bildhauer Alfred Boucher bis zur argentinischen Performancekünstlerin Marta Minujín. Zu den bekanntesten gehörten Eva Aeppli, William Copley, André Del Debbio, Max Ernst, Jasper Johns, Claude und François-Xavier Lalanne, James Metcalf, Isamu Noguchi, Larry Rivers, Niki de Saint-Phalle und Jean Tinguely. Wenn Constantin Brâncuși der berühmteste Bewohner war – er arbeitete dort von 1916 bis zu seinem Tod – dann war Madame Steinheil, Geliebte und wahrscheinliche Mörderin des französischen Präsidenten, die berüchtigtste. Ihr Ehemann nahm ebenfalls ein grausames Ende, so dass die Impasse Ronsin auch zu einem der bekanntesten Kriminalschauplätze des frühen 20. Jahrhunderts wurde.

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#impasseronsin #montparnasse #tinguely #paris

Titine Leu, May, 1998; Ölmalerei

Titine Leu, May, 1998; Ölmalerei © Geoffreoy Baud

Art Leu Family. Caresser la peau du ciel

3. März – 17. Oktober 2021

Die Familie Leu geniesst unter Tattoo-Fans weltweit grosse Bekanntheit. Felix und Loretta finanzierten sich Ende der 1960er und in den 1970er Jahren mit dem Tätowieren ausgedehnte Reisen mit ihren vier Kindern Ama, Aia, Filip und Ajja. All diese Jahre unterwegs waren genährt von künstlerischer Neugier und bildeten die Grundlage für einen einzigartigen familiären Kosmos. Die Ausstellung zeichnet anhand von Werken aller Familienmitglieder ein Bild dieses besonderen Universums.

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#leufamily #tattoo

Eva Aeppli, Jean Tinguely und Per Olof Ultvedt mit Méta-Matic-Zeichnungen, Atelier Impasse Ronsin, Paris, 1959 Foto: Hansjörg Stoecklin

Eva Aeppli, Jean Tinguely und Per Olof Ultvedt mit Méta-Matic-Zeichnungen, Atelier Impasse Ronsin, Paris, 1959
Foto: Hansjörg Stoecklin  

Le Définitiv – c’est le Provisoire
Neue Sammlungspräsentation im Museum Tinguely

Ab dem 10. März 2021

Do-it-yourself-Kunst, Rampenlicht und Scherbenhaufen – im facettenreichen Schaffen von Jean Tinguely trifft man auf Maschinenaktionen über multisensorische Spektakel bis hin zu Konsumkritik. Werke und Dokumente zeigen seine ersten Erfolge, Bühnenprojekte oder Brieffreundschaften. Spielerisch-interaktive Angebote führen das Publikum durch die Ausstellung, so ist zwei Mal wöchentlich der selten gezeigte Flaschenzertrümmerer Rotozaza No. 2 zu sehen. Zusätzlich gibt es Einblicke über die restauratorische Arbeit, sowie die Materialiät und Funktionsweise der Werke.

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#tinguely #sammlungspräsentation #undweitergehts #provisoire #kineticart

Hira Nabi, All That Perishes at the Edge of Land, 2019 (Filmstill) Einkanalvideo, digital © courtesy, Hira Nabi

Hira Nabi, All That Perishes at the Edge of Land, 2019 (Filmstill)
Einkanalvideo, digital
© courtesy, Hira Nabi

Territories of Waste
Über die Wiederkehr des Verdrängten

5. Juni – 5. September 2021

Die gesamte Ökosphäre, die Ozeane, die Luft, unsere Lebensmittel, der Boden bis hin zur Antarktis enthält Überbleibsel, Partikel und Chemikalien unserer Waren- und Konsumwelt. Die Rohstoffgewinnung hinterlässt zerstörte Landschaften und giftigen Abraum. Waste ist überall. Die Gruppenausstellung im Museum Tinguely versammelt Kunst, die sich diesem Thema widmet. Dabei treffen Werke von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern mit ihrer heutigen globalen, geopolitischen und ökologischen Perspektive auf Arbeiten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die den sich ab den 1960er Jahren abzeichnenden Wandel zur Wegwerfgesellschaft und die zunehmende Umweltzerstörung spiegelten.

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Jubiläumsfest – 25 Jahre Museum Tinguely

24. – 26. September 2021
 

Papaver Rhoeas, Patrick Hartley, 2018 (Lammherzgewebe, Glas, Alkohol) (Detail)

Papaver Rhoeas, Patrick Hartley, 2018 (Lammherzgewebe, Glas, Alkohol) (Detail)

The Cost of Life. A perspective on health by Patrick Hartley

13. Oktober 2021 – 23. Januar 2022

Der Begriff cost of life enthält einen starken Bezug zum Risiko, ein zentrales Thema der Medizin und Forschung. Beide Themen sind im Werk des Künstlers Patrick Hartley von wesentlicher Bedeutung. Sein künstlerischer Kommentar zur medizinischen Entwicklung erlaubt eine Annäherung an die dadurch verursachten – manchmal widersprüchlichen - Konsequenzen für die Menschheit. Die von Roche anlässlich des 125jährigen Jubiläums beauftragte Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Museum Tinguely und dem Pharmaziemuseum Basel statt.

Laure Pigeon, Lili, Adèle, Pierre, ohne Datum Tinte auf Papier ; 49 x 64 cm © Collection de l’Art Brut, Lausanne Foto : Marie Humair, Atelier de numérisation – Ville de Lausanne

Laure Pigeon, Lili, Adèle, Pierre, ohne Datum
Tinte auf Papier ; 49 x 64 cm
© Collection de l’Art Brut, Lausanne
Foto : Marie Humair, Atelier de numérisation – Ville de Lausanne

Écrits d’Art Brut – Extravagances Langagières

20. Oktober 2021 – 16. Januar 2022

Liebeserklärungen, Wutbriefe, erotische Botschaften, tagebuchartige Aufzeichnungen oder utopische Erzählungen: Die Schriftstücke von Art Brut-Künstler*innen sind hinter verschlossenen Türen entstanden, in Stille und im Geheimen. Sorgfältig in Schönschrift verfasst oder hastig hingekritzelt, mitunter gestickt, in Stein geritzt oder mit Bildern ergänzt, zeugen sie von einem verblüffenden Einfallsreichtum.
Die erstmals gezeigte Ausstellung präsentiert Arbeiten von 13 Künstler*innen, die zugunsten der visuellen Kraft ihrer Werke einen spielerischen Umgang mit Grammatik und Orthografie pflegen. Die Leihgaben stammen von mehr als zehn Museen und Privatsammlungen aus verschiedenen Ländern weltweit.