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Jean Tinguely


Lola T. 180 - Mémorial pour Joakim B.

1988

Material/Technik: 2 Lola-Chassis, Schädel, Eisenschrott, Elektromotor
Masse (HxBxT): 350 x 500 x 180 cm
Inventarnummer: 11321
Werkverzeichnis: Bischofberger 0808
Creditline: Museum Tinguely, Basel, Donation Niki de Saint Phalle

Lola T. 180 reiht sich in die Serie der Altäre Jean Tinguelys ein, die seit Beginn der achtziger Jahre entstanden. Gleichzeitig ist die Grossskulptur ein Erinnerungsstück an Tinguelys Freund Joakim Bonnier, ein schwedischer Autorennfahrer, der 1972 tödlich verunglückte. Das Triptychon ist auf der Basis von zwei zerstörten Lola-Rennauto-Chassis aufgebaut. Die Bewegungen der Flügel und die Drehungen der Räder auf der Mitteltafel sind langsam, beinahe träge und werden von dumpfen, gierenden Tönen begleitet. Oben wird der Altar von Schädeln, Knochen und Reifenteilen gekrönt, während sich am Ort der Predella das Herz vor rotem Hintergrund dreht. In den kleinen Flanken-Skulpturen, den «Ministranten», spiegelt sich Tinguelys katholische Erziehung wieder. Der Künstler intensiviert mit diesen Schädelskulpturen die monumentale Wirkung des dreiteiligen Altars zusätzlich. Tinguely erinnert mit Lola T. 180 an seinen verstorbenen Freund und gleichzeitig an die immerwährende Präsenz des Todes an den Rennstrecken.