Sammlung
Museum Tinguely

Sammlung Museum Tinguely

In der Sammlung des Museum Tinguely sind Arbeiten aller Phasen und Werkgruppen von Jean Tinguely vertreten. Zusammen mit temporären Leihgaben ermöglichen sie dem Museumsbesucher einen umfangreichen Überblick über das Schaffen des Künstlers. Neben den Skulpturen befindet sich eine Vielzahl von Zeichnungen und Briefzeichnungen, Dokumenten, Ausstellungsplakaten, Katalogen und Dokumentationen sowie Fotografien in der Sammlung des Museums. Alle Bestände sind – soweit möglich – öffentlich zugänglich und werden regelmässig sowohl in der permanenten Ausstellung im Museum Tinguely wie auch als Leihgaben in Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt.

 

Die Museumssammlung entstammt einer grosszügigen Gründungsschenkung der Witwe des Künstlers Niki de Saint Phalle, aus der Sammlung von Roche, grösseren und kleineren Schenkungen sowie verschiedenen Ankäufen.

 

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Jean Tinguely


Fontaine Stravinsky «Fontaine» pour Igor - Paris & Pierre par N.d.St.P. & T.

1981

Material/Technik: Radierung
Masse (HxBxT): 19 x 56 cm
Inventarnummer: 5524
Creditline: Museum Tinguely, Basel

Pontus Hulten schreibt 1983: Der Brunnen, der auf der Place Stravinsky steht, ist eine riesige, rechteckige, schwarze Wasserfläche, ausgebreitet unter den fliegenden weißen und silbernen Wasserstrahlen. Mit Leichtigkeit überspielt er den Kontrast zwischen den verschiedenartigen Gebäuden, dem Centre Pompidou, der Kirche und den langweiligen Häuserreihen auf der anderen Seite des ungefähr rechteckigen Platzes. Die hochschießenden Wasserbogen entsprechen überraschenderweise den Bogen der Kirchenfenster. Das Grundmotiv der Skulpturengruppe ist verspielt und heiter: Nikis Farben leuchten bunt und schillernd, alles ist fröhlich, aufregend festlich. Erst nach einer Weile entdeckt man den weißen Totenschädel und darum herum Anspielungen auf atomare Technologien aus rostfreiem Stahl, aber auch eine Traurigkeit in einzelnen Bewegungen, die fast ein wenig an die Hoffnungslosigkeit des Sisyphos erinnert. Das Zusammenspiel der mehrheitlich schwarzen Maschinen Jean Tinguelys und der bunten, runden Kunststoffformen von Niki de Saint Phalle führte hier zu einer beglückenden, gelösten Opernaufführung.