Sammlung
Museum Tinguely

Sammlung Museum Tinguely

In der Sammlung des Museum Tinguely sind Arbeiten aller Phasen und Werkgruppen von Jean Tinguely vertreten. Zusammen mit temporären Leihgaben ermöglichen sie dem Museumsbesucher einen umfangreichen Überblick über das Schaffen des Künstlers. Neben den Skulpturen befindet sich eine Vielzahl von Zeichnungen und Briefzeichnungen, Dokumenten, Ausstellungsplakaten, Katalogen und Dokumentationen sowie Fotografien in der Sammlung des Museums. Alle Bestände sind – soweit möglich – öffentlich zugänglich und werden regelmässig sowohl in der permanenten Ausstellung im Museum Tinguely wie auch als Leihgaben in Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt.

 

Die Museumssammlung entstammt einer grosszügigen Gründungsschenkung der Witwe des Künstlers Niki de Saint Phalle, aus der Sammlung von Roche, grösseren und kleineren Schenkungen sowie verschiedenen Ankäufen.

 

>> Biographie Jean Tinguely

 

>> Geschichte der Sammlung

Sammlung online


<< | >>

Jean Tinguely


Mautz II

1963

Material/Technik: Stahlsockel, Stahlrad und -platten, Gummiriemen, Golfball, Elektromotor (Radgabel und Felge von Dreirad mit Pedalen, Kotflügel)
Masse (HxBxT): 42 x 82 x 32 cm
Inventarnummer: 11192
Werkverzeichnis: Bischofberger 0315
Creditline: Museum Tinguely, Basel

Die Anwendung und Verarbeitung von Alteisen und Gebrauchsgütern mittels der Assemblagetechnik verbindet Tinguely mit dem Zeitgeist der New Yorker Avantgarde, er steht dem Schaffen seiner amerikanischen Freunde Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Larry Rivers oder Claes Oldenburg nahe. Er beabsichtigt aber nicht, mit Abfallmaterialien allein satirische oder auch dadaistische Effekte zu erzielen, sondern setzt sie oft ihrer verblichenen Schönheit wegen ein. Eine eigenartige poetische Kraft geht für Tinguely von diesen Objekten aus, die seine gestalterische Fantasie unaufhaltsam zu beflügeln vermögen. Er findet jedoch sein eigentliches Feld schöpferischer Gestaltung gerade in der Kinetik mittels der motorischen Antriebskraft und entfernt sich im Laufe der sechziger-Jahre immer mehr vom direkten Gebrauch der Ready-mades und des Schrotts mit den untrüglichen Spuren von Rost und Zerfall.