Sammlung
Museum Tinguely

Sammlung Museum Tinguely

In der Sammlung des Museum Tinguely sind Arbeiten aller Phasen und Werkgruppen von Jean Tinguely vertreten. Zusammen mit temporären Leihgaben ermöglichen sie dem Museumsbesucher einen umfangreichen Überblick über das Schaffen des Künstlers. Neben den Skulpturen befindet sich eine Vielzahl von Zeichnungen und Briefzeichnungen, Dokumenten, Ausstellungsplakaten, Katalogen und Dokumentationen sowie Fotografien in der Sammlung des Museums. Alle Bestände sind – soweit möglich – öffentlich zugänglich und werden regelmässig sowohl in der permanenten Ausstellung im Museum Tinguely wie auch als Leihgaben in Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt.

 

Die Museumssammlung entstammt einer grosszügigen Gründungsschenkung der Witwe des Künstlers Niki de Saint Phalle, aus der Sammlung von Roche, grösseren und kleineren Schenkungen sowie verschiedenen Ankäufen.

 

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Jean Tinguely; Niki de Saint Phalle


Le Cyclop - La Tête

Modell
1986

Material/Technik: Eisenschrott, Spiegel
Masse (HxBxT): 180 x 240 x 110 cm
Inventarnummer: 11301
Werkverzeichnis: Bischofberger 0741
Creditline: Museum Tinguely, Basel, Donation Niki de Saint Phalle

Niki de Saint Phalle hatte in der Entstehung des Cyclop den Part übernommen, der Sagenfigur das Gesicht zu geben. Bereits 1970 war ein erstes Modell entstanden, damals noch mit zwei Augen, und gelb bemalt. Die Wahl der Farbe erwies sich in der Folge als sehr schwierig. Die riesige Plastik steht mitten im Wald von Milly-la-Forêt, und Niki de Saint Phalle empfand jede Variante der Farbgebung als Eingriff in das natürliche Umfeld, als Konkurrenz zum leuchtenden Grün der Bäume. Erst Mitte der achtziger Jahre fand die Künstlerin die Lösung für die Farbfrage: Sie überzog die aus Eisengitter und Spritzbeton geformte Gesichtsform vollständig mit Spiegeln. Dies schien ihr in der Umgebung der mächtigen Bäume des Waldes adäquat, und das Gesicht des Cyclop konnte in der Folge in den Farben der Natur, im Sommer grün, im Herbst bunt rot und braun, und im Winter in der Farbe des Himmels leuchten und so vollends eins werden mit dem Wald, zu dessen Teil sie nun geworden war.