Talk

Donnerstag, 3. September 2026, 18-20 Uhr

Arbeitswelten von Uhrmacherinnen

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Labouring Bodies, in Kooperation mit science+fiction
Freier Eintritt, ohne Anmeldung, auf Deutsch


Mit Dr. Florian Eitel, Historiker, Kurator am Neuen Museum Biel und Livia Grossenbacher, freischaffende Journalistin und Podcasterin. Moderation: Christophe Schneider, Wissenschaftsvermittler, konzipiert und veranstaltet vom Verein für Wissenskultur, science+fiction

 

Die Journalistin Livia Grossenbacher und der Historiker Florian Eitel diskutieren die Rolle von Frauen in der Uhrenindustrie, welcher häufig scheinbar männliche Werte zugesagt werden: Technik, Wissen, Präzision, Ausdauer. Ausgeblendet werden die Frauen, obwohl es seit Ende des 19. Jh. mehrheitlich ihre Hände sind, die die begehrten Schweizer Zeitmesser herstellen. In Heimarbeit bemalten Arbeiterinnen Ziffernblätter mit giftigem Radium, welches im Dunkeln leuchtet. Zahlreiche Wohnungen mussten deshalb saniert werden. Da die feinmechanische Arbeit mitunter zu Kopf- oder Nackenschmerzen führt, wurden Arbeiterinnen Medikamente verschrieben, um länger durchzuhalten. Ausgehend von Gesundheitsaspekten beleuchten wir den weiteren politischen Kontext.


10. Juni - 8. November 2026

Labouring Bodies

«Labouring Bodies» untersucht aus feministischer Perspektive die vielfältigen Beziehungen zwischen Körper und Technologie. Die Gruppenausstellung zeigt, wie der menschliche Körper – besonders der feminisierte und marginalisierte – seit der Moderne durch Maschinen geprägt, kontrolliert und zugleich als Ort des Widerstands verstanden wurde. Künstlerische Positionen beleuchten die Arbeit an und mit Maschinen, die Technisierung von Produktion und Reproduktion sowie den weiblichen Beitrag zum technologischen Fortschritt und laden dazu ein, Körper, Arbeit und Fürsorge neu zu denken.


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