Jean Tinguely, Briefcollage an Josef Imhof Sali Sepi / Guet's Neuis, 1975, Collage, Kugelschreiber und Wasserfarbe auf Papier, 21 x 29,5 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Merci Seppi
Die grosse Schenkung

17. November 2021 – 13. März 2022

Josef «Seppi» Imhof war Assistent von Jean Tinguely von 1971 bis zum Tod des Künstlers 1991. In diesen Jahren, als er Tinguelys nächste und wohl auch regelmässigste Begleitung war, sammelte er eine grosse Anzahl von Werken auf Papier unter anderem Zeichnungen, Druckgrafiken, Collagen, Briefe, Werkskizzen und Aquarelle - allesamt Zeugnisse einer intensiven Beziehung zwischen Künstler und Assistent. Seppi Imhof hat dem Museum Tinguely nun seine Sammlung von Werken auf Papier geschenkt, welche in der Ausstellung Merci Seppi vom 17. November 2021 bis zum 13. März 2022 präsentiert wird.


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Um Seppi Imhofs Tätigkeit als Assistent von Jean Tinguely ranken sich viele Geschichten. Angefangen bei der Rekrutierung im Bahnhofbuffet (mit der Kernfrage, ob dieser denn auch «Jassen» könne), über Berichte von Reisen und abenteuerlichen Unterkünften bis hin zu Besuchen bei oder von Künstlern wie Alexander Calder oder Keith Haring – fast immer war Seppi dabei und sammelte nicht nur Eindrücke, sondern auch viele Erinnerungen. Diese gibt er gern in seinen Erzählungen weiter.

Zu diesen Erinnerungen zählen auch viele Briefe, Plakate, Graphiken, Notizen, «Fresszettel», Arbeitsanweisungen, Einladungskarten und Zeichnungen von verschiedenen Projekten, die ihm Jean Tinguely (und manchmal auch Niki de Saint Phalle) geschrieben und gewidmet hat. Es sind Wegpunkte der Zusammenarbeit mit seinem Chef und Freund: die wichtigen Projekte der 1970er und 1980er Jahre tauchen auf sowie die bedeutenden Orte: Le Cyclop, Le Crocrodrome de Zig et Puce, Il Giardino dei Tarocchi, Chaos No. 1, Klamauk, Pit-Stop und Basel, Fribourg oder Charlotte.

Nachdem Seppi Imhof am Museum Tinguely bis 2008 als Restaurator tätig war, hat er nun der Institution seine Sammlung von Werken auf Papier geschenkt. Geordnet nach Themen, Orten und Projekten werden die über 400 Objekte nun in einer Ausstellung präsentiert. In ihrer Masse verkörpern sie auch die Intensität, mit der die zwei Männer 20 Jahre miteinander gearbeitet und oft auch miteinander gelebt haben, fast schon symbiotisch, und doch mit klaren Aufgaben- und Verantwortungsbereichen. So wird diese Ausstellung zu einer Hommage einerseits an Seppi Imhof, den grosszügigen Schenker, und andererseits an die Freundschaft zwischen Jean und Seppi, die solches erst möglich machte.

Jean Tinguely, Pandämonium (pseudo) für Sepi am 16 august : Merci, 1986, Siebdruck, 50 x 70,3 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Pandämonium (pseudo) für Sepi am 16 august : Merci, 1986, Siebdruck, 50 x 70,3 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Lieber Sepi ich danke Dir für

Jean Tinguely, Lieber Sepi ich danke Dir für "München", 1986, Bleistift, Gouache und Collage auf Papier, 25 x 31,3 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Cyclop - Werkskizze - Für Sepi = Alles klar? – Drucklager, 1974-88, Filzstift, Kreide und Wasserfarbe (?) auf gefaltetem Papier, 33 x 44 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Cyclop - Werkskizze - Für Sepi = Alles klar? – Drucklager, 1974-88, Filzstift, Kreide und Wasserfarbe (?) auf gefaltetem Papier, 33 x 44 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Cyclop - La Tête - Le monstre dans la forêt, 1971, Aquarell, Bleistift, Filzstift, Kugelschreiber und Collage auf Papier, 40 x 31,5 cm Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Cyclop - La Tête - Le monstre dans la forêt, 1971, Aquarell, Bleistift, Filzstift, Kugelschreiber und Collage auf Papier, 40 x 31,5 cm Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Klamauk – Erinnerungen, 1979, schwarzer Filzstift, blauer Kugelschreiber, 35,2 x 49,8 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Klamauk – Erinnerungen, 1979, schwarzer Filzstift, blauer Kugelschreiber, 35,2 x 49,8 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Chaos No 1 (Werkskizze), undatiert (um 1973/74), schwarzer und blauer Filzstift auf Papier, 32,6 x 25,1 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Chaos No 1 (Werkskizze), undatiert (um 1973/74), schwarzer und blauer Filzstift auf Papier, 32,6 x 25,1 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Le Retable de l'Abondance occidentale du Mercantilisme totalitaire, 1990, Filzstift und schwarze Tusche oder Gouache (?) auf Rückseite eines bedruckten Papiertischsets, 29,9 x 39 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Le Retable de l'Abondance occidentale du Mercantilisme totalitaire, 1990, Filzstift und schwarze Tusche oder Gouache (?) auf Rückseite eines bedruckten Papiertischsets, 29,9 x 39 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Briefcollage an Josef Imhof Sali Sepi / Guet's Neuis, 1975, Collage, Kugelschreiber und Wasserfarbe auf Papier, 21 x 29,5 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel

Jean Tinguely, Briefcollage an Josef Imhof Sali Sepi / Guet's Neuis, 1975, Collage, Kugelschreiber und Wasserfarbe auf Papier, 21 x 29,5 cm, Museum Tinguely, Basel, Schenkung Josef Imhof © 2021 ProLitteris Zürich; Museum Tinguely, Basel